Ukraine-Friedensplan: Kiews Antwort an Donald Trump erhitzt die Debatte
Die Ukraine hat auf den von den USA vorgelegten Friedensplan mit einer Antwort reagiert, die auch territorialen Fragen Beachtung schenkt, so Kanzler Friedrich Merz. Diese Antwort wurde US-Präsident Donald Trump gestern am späten Nachmittag übermittelt, wie Merz bei einem Treffen mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte in Berlin mitteilte. Kernthema sei, welche Gebietsabtretungen die Ukraine in Betracht ziehen könnte, erklärte der CDU-Vorsitzende. Bisher hat Ukraines Präsident Wolodymyr Selenskyj jegliche Gebietsabtretungen, die Russland als Voraussetzung für eine Friedenslösung fordert, strikt abgelehnt. Merz unterstrich die Wichtigkeit dieser Entscheidung als eine Angelegenheit, die primär von Selenskyj und dem ukrainischen Volk zu beantworten ist. Bei einem Telefonat mit Trump, an dem auch Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und der britische Premier Keir Starmer beteiligt waren, wurde dieser Standpunkt nochmals deutlich gemacht. Die Gespräche mit Trump bezogen sich darauf, über das Wochenende gemeinsam mit der US-Regierung die Vorschläge abschließend zu evaluieren. Zum Zeitpunkt des Telefonats war der von Europa abgestimmte Vorschlag der Ukraine jedoch noch nicht bei Trump eingegangen, was Merz anmerkte. Für den Beginn der nächsten Woche ist ein Treffen in Berlin im Gespräch, vorausgesetzt die Gespräche am Wochenende führen zu den erhofften Fortschritten. Noch ist unklar, ob die US-Regierung an diesem Treffen teilnehmen wird, da dies von der finalen Ausarbeitung der Dokumente abhängt. Merz zeigte sich jedoch optimistisch, dass die Vorbereitungen erfolgreich sein werden. Er berichtete von einem konstruktiven Gespräch mit Trump, in dem gegenseitige Positionen und Respekt klar zum Ausdruck kamen.

