Ukraine fordert umfassende Waffenruhe im Konflikt mit Russland
Die Regierung der Ukraine setzt in intensiven Gesprächen mit westlichen Sicherheitsberatern auf eine umfassende 30-tägige Waffenruhe als ersten Schritt zu einem dauerhaften Frieden im andauernden Konflikt mit Russland. Der Kanzleichef der Ukraine, Andrij Jermak, unterstrich in einem Statement auf Telegram die Bedeutung einer vollständigen und bedingungslosen Feuerpause. Die kürzlich vom Kreml anlässlich des bevorstehenden Tags des Sieges am 9. Mai angekündigte dreitägige Waffenruhe verurteilte Jermak als strategische Manipulation zur Sicherung der Militärparade in Moskau.
In den Gesprächen waren bedeutende internationale Akteure involviert, darunter die US-Sondergesandten Steve Witkoff und Keith Kellogg, der französische Präsidentenberater Emmanuel Bonn sowie der britische Nationale Sicherheitsberater Jonathan Powell. Auch auf ukrainischer Seite waren hochrangige Vertreter wie der Verteidigungsminister Rustem Umjerow und Außenminister Andrij Sybiha vertreten. Der neue Kanzlerberater Günter Sautter nahm ebenfalls an den Unterredungen teil, um die Unterstützung des Westens zu einem kritischen Zeitpunkt des Konflikts zu sichern.
Jermak betonte, dass die 30-tägige Waffenruhe einen Test der Ernsthaftigkeit Moskaus darstelle. Sollten sich die Verhandlungen verkomplizieren und Russland die Waffenruhe verweigern, müssten alternative Druckmittel in Betracht gezogen werden. Dies sowohl als Mittel zur Konfliktbewältigung als auch zur Vorbereitung auf mögliche Eskalationen. Wird der Frieden ernsthaft angestrebt, sei dies der Jetztzeit, zu handeln, fügte Jermak hinzu und rief dazu auf, entschlossen vorzugehen.

