Überraschende Prognosen von Davita sorgen für Auftrieb bei Fresenius Medical Care

Die Aktien des deutschen Dialysespezialisten Fresenius Medical Care (FMC) erhielten am Dienstag einen positiven Impuls durch die jüngsten Prognosen der US-Konkurrentin Davita. Der in Denver ansässige Konzern präsentierte unerwartet starke Zahlen für das vierte Quartal 2025 sowie optimistische Aussichten für das kommende Jahr. Analysten zogen daraus Rückschlüsse für die Performance von FMC, das plant, am 23. Februar seine eigenen Jahreszahlen und Zukunftsziele zu veröffentlichen. Während Davitas Aktien im vorbörslichen US-Handel um beeindruckende 12 Prozent auf über 124,50 US-Dollar stiegen, kletterten die FMC-Papiere am frühen Nachmittag um 1,0 Prozent auf 38,50 Euro.
Damit gewann die Aktie an Stabilität oberhalb der 21-Tage-Linie, welche derzeit knapp unter 38 Euro verläuft und als kurzfristiges Trendbarometer dient. Trotz dieses positiven Trends ist die generelle Tendenz von FMC seit dem Mehrjahreshoch im Mai 2025 nach wie vor rückläufig. Auch Davita hat ähnliche Herausforderungen zu bewältigen. Nach einem Rekordhoch im Februar des letzten Jahres sanken die Aktien auf ein Mehrjahrestief von 101 Dollar. Die bisherigen Verluste in diesem Jahr belaufen sich auf etwa 2 Prozent.
Analysten wie Andrew Mok von Barclays und David Adlington von JPMorgan weisen darauf hin, dass die Prognosen von Davita aufgrund ihrer spezifischen Geschäftsumstände nur bedingt mit FMC vergleichbar sind. Davita plant für 2026 eine Stagnation der Behandlungsmengen auf dem Vorjahresniveau und prognostiziert keine Verbesserung der Nicht-Grippe-Mortalität. Die optimistischen Erwartungen für das Ergebnis je Aktie beruhen ausschließlich auf Sondereffekten, die keinen Einfluss auf FMC haben. Darunter fällt der geplante Rückzug aus der unrentablen Beteiligung Mozarc und fortgesetzte Aktienrückkäufe.
Mok hob auch die Vorteile sinkender Verschuldung durch Refinanzierungen hervor. David Adlington unterstrich, dass die Stimmung der Davita-Anleger vor der Ergebnisveröffentlichung durch irreführende Vergleiche mit FMCs Grippe- und Mortalitätsdaten getrübt war. Sein optimistischer Ausblick führte zur Anhebung seiner Schätzungen für Davita für die Jahre 2026 und 2027, einschließlich einer Erhöhung des Kursziels von 143 auf 158 Dollar. Dennoch behielt er seine Einschätzung "Equal Weight" für die Davita-Aktie bei.

