UBS trotzt Herausforderungen mit überraschendem Milliardengewinn

Die schweizerische Großbank UBS hat im vierten Quartal 2025 mit einem unerwartet hohen Gewinn von 1,2 Milliarden US-Dollar überrascht. Dies markiert eine Steigerung von eineinhalb Mal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum und übertraf die Prognosen der Analysten deutlich. Während die Integration der übernommenen Credit Suisse weiter voranschreitet, hat UBS jedoch ihre Pläne für Aktienrückkäufe zurückgeschraubt. Obwohl die Nachricht zunächst keine starken Reaktionen auf dem Börsenparkett hervorrief, setzte die UBS-Aktie schließlich zu einer Abwärtsbewegung an und verlor zuletzt fast fünf Prozent.
Händler äußerten Bedenken über den Abfluss amerikanischer Anlagemittel, ein Trend, der sich den Angaben zufolge im ersten Halbjahr 2026 fortsetzen könnte. Bereits im vierten Quartal verzeichnete das Unternehmen einen Abfluss von 14,1 Milliarden Dollar, was den dritten Rückgang in Folge darstellt. Vor Steuern konnte die UBS ihren Gewinn im vierten Quartal um beeindruckende 60 Prozent auf 1,7 Milliarden Dollar steigern. Ohne die Belastungen durch die Integration der Credit Suisse wäre dieser sogar auf fast 2,9 Milliarden Dollar geklettert.
Insgesamt verbesserte sich der Ertrag um vier Prozent auf 12,15 Milliarden Dollar, während die Ausgaben um ein Prozent auf 10,3 Milliarden zurückgingen. Die operativen Kosten betrugen 84,7 Prozent der Erträge und wären ohne die Integrationskosten auf 75,2 Prozent gesunken. Im Jahr 2025 erreichte der Gesamtertrag der UBS 7,8 Milliarden Dollar, was einer Steigerung um 53 Prozent entspricht.
Die Aktionäre dürfen sich auf eine Dividende von 1,10 Dollar je Anteilsschein freuen, eine Erhöhung um 20 Cent. Für 2026 ist ein Anstieg im mittleren Zehnprozentbereich geplant. Zudem hat das Institut Aktienrückkäufe von drei Milliarden Dollar angekündigt, wobei die endgültige Summe von den Kapitalregeln in der Schweiz abhängt.
Bis Ende 2025 hat UBS ihre Gesamtkosten bereits um 10,7 Milliarden reduziert und plant, bis 2026 Einsparungen von 13,5 Milliarden Dollar zu erreichen. Die Kosten für die Integration sind jedoch von 14 auf 15 Milliarden Dollar angestiegen. Der geplante Stellenabbau wird beginnen, wenn die Systeme der Credit Suisse abgeschaltet sind.
Im Dezember 2025 verzeichnete die UBS noch 103.177 Vollzeitstellen, ein Rückgang um 1.250 Stellen seit September. In der Schweiz sind im Zuge der Integration etwa 3.000 Entlassungen erwartet. Die UBS hält an ihren strategischen Zielen für 2026 fest und visiert mittelfristig eine Rendite auf das harte Kernkapital von rund 18 Prozent an. Dabei sollen die Aufwendungen bis 2028 auf etwa 67 Prozent der Erträge sinken, um die Profitabilität weiter zu steigern.

