UBS kritisiert Schweizer Regulierungspläne zur Kapitalerhöhung
Die UBS, eine der führenden Großbanken der Schweiz, hat heftige Bedenken gegenüber den kürzlich vorgeschlagenen Regulierungen des Bundesrats zur Stabilisierung des Bankensystems geäußert. Besonders kritisiert wurde die geplante Anhebung der Kapitalanforderungen, die von der Bank als 'extrem' eingestuft wird. Laut den Angaben der UBS würde eine solche Maßnahme dazu führen, dass die Bank etwa 42 Milliarden Dollar zusätzliches hartes Kernkapital (CET1) vorhalten müsste.
Diese Summe teilt sich auf in 24 Milliarden für die UBS AG selbst und weitere 18 Milliarden für die bereits übernommene Credit Suisse. Eine Implementierung der Forderungen hätte zur Folge, dass die Kernkapitalquote der UBS auf Konzernebene auf rund 19 Prozent klettern würde, was nach Ansicht der Bank weder verhältnismäßig noch international abgestimmt sei.
Trotz der in Aussicht stehenden Herausforderungen hält die UBS an ihrer Dividendenstrategie für das laufende Jahr fest. Sie plant, die Dividende um etwa 10 Prozent zu erhöhen und strebt Rückkäufe von Aktien im Wert von bis zu 2 Milliarden Dollar im zweiten Halbjahr an. Insgesamt sieht die Bank vor, 3 Milliarden Dollar für Dividenden und Aktienrückkäufe aufzuwenden.
Da eine Umsetzung der regulatorischen Vorschläge vor 2027 unwahrscheinlich ist, bleibt die UBS optimistisch in Bezug auf ihre Ziele bis Ende 2026. So verfolgt die Bank das Ziel einer bereinigten Rendite auf das Kernkapital von etwa 15 Prozent und eines Kosten-Ertrags-Verhältnisses unter 70 Prozent. Die Bank plant, ihre längerfristigen Renditeziele zu aktualisieren, sobald mehr Klarheit über den Zeitrahmen der regulatorischen Änderungen herrscht.

