Überraschender Anstieg bei US-Arbeitslosenanträgen sorgt für Spannung
Die unerwartete Zunahme der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA hat die Finanzmärkte aufhorchen lassen. Wie das amerikanische Arbeitsministerium mitteilte, stiegen die Anträge in der vergangenen Woche um 18.000 auf insgesamt 241.000. Diese Entwicklung übertraf die Prognosen der Volkswirte deutlich, die lediglich von 223.000 Anträgen ausgegangen waren.
Solche Arbeitsmarktzahlen sind von zentraler Bedeutung für die Anleger, da sie als Frühindikator für die allgemeine Situation am US-Arbeitsmarkt gelten. Der mit Spannung erwartete Arbeitsmarktbericht der US-Regierung für April steht kurz bevor und erwartet werden 135.000 neue Stellen. Dies wäre eine klare Verlangsamung im Vergleich zum Vormonat.
Aufgrund der jüngsten Arbeitsmarktlage hat die US-Notenbank Fed die Option auf Zinssenkungen für die Zukunft offengelassen, nachdem sie die Zinsen zuletzt stabil hielt. Die Robustheit des Arbeitsmarktes sprach bisher tendenziell gegen eine Lockerung der Geldpolitik. Bei der anstehenden Zinsentscheidung am 7. Mai gehen Analysten von keiner Veränderung des Leitzinses aus, obwohl die neuesten Daten die Spannung erhöhen.

