Turok: Origins bremst auf Xbox Series S – warum 60 FPS nicht überall drin sind
In den digitalen Dschungeln der Gamescom, wo hinter jeder Liane eine Ankündigung lauert, hat Saber Interactive neue Details zu einer der meisterwarteten Wiederbelebungen der Shooter-Geschichte preisgegeben: Turok: Origins. Die legendäre Marke, die einst das Jagen von Dinosauriern auf Konsolen salonfähig machte, kehrt zurück. Doch während der Präsentation sickerte eine Information durch, die einen Schatten auf die aufkeimende Euphorie wirft und eine deutliche Kluft zwischen den verschiedenen Konsolengenerationen offenbart.
Eine Frage der Bildrate: Die technische Zweiklassengesellschaft
Game Director Jesús Iglesias brachte während einer Vorführung Licht ins Dunkel der technischen Spezifikationen und bestätigte, was viele befürchtet hatten. Während das Entwicklerstudio für die PlayStation 5 und die Xbox Series X eine stabile Bildrate von 60 Frames pro Sekunde anstrebt, wird dieses Performance-Ziel auf der Xbox Series S nicht erreicht werden. Diese Nachricht ist ein spürbarer Dämpfer für Besitzer der kleineren Microsoft-Konsole und deutet darauf hin, dass das visuelle Spektakel des auf der Unreal Engine 5 basierenden Titels seinen Tribut fordert. Eine logische Schlussfolgerung daraus ist, dass die PC-Version, für die noch keine offiziellen Hardware-Anforderungen bestätigt wurden, ebenfalls nach potenter Rechenleistung verlangen dürfte, um ihre volle Pracht zu entfalten.
Mehr als Nostalgie: Ein Paradigmenwechsel im Gameplay
Abseits der technischen Debatte stellt Turok: Origins eine fundamentale Neuausrichtung für das Franchise dar. Die Zeiten der streng linearen Level und der rein auf hektische Action ausgerichteten Kampagnen sind vorüber. Stattdessen rückt ein tiefgreifendes Koop-Erlebnis in den Mittelpunkt, das du wahlweise auch alleine bestreiten kannst. Als Turok-Krieger stellst du dich nicht nur prähistorischen Ungetümen, sondern auch außerirdischen Invasoren. Der Schlüssel zum Erfolg liegt in einem neuartigen Progressionssystem: Durch das Sammeln von DNA-Proben besiegter Feinde schaltest du Upgrades für dein umfangreiches Waffenarsenal frei – von Bogen und Beil bis hin zu Plasma-Gewehren – und erlernst mächtige neue Fähigkeiten, die dir den Kampf zu Lande und in der Luft erleichtern.
Ein Versprechen von den Meistern der Wiederbelebung
Trotz dieser signifikanten Abweichungen vom Original versicherte Iglesias, dass es sich um eine absolut respektvolle Wiederbelebung der Marke handelt. Saber Interactive hat mit Titeln wie Warhammer 40,000: Space Marine 2 bereits eindrucksvoll bewiesen, dass sie bekannte Lizenzen mit dem nötigen Feingefühl und hohen Produktionswerten behandeln können. Spieler dürften ein ähnliches Maß an Qualität, Feinschliff und narrativer Tiefe erwarten. Die Kombination aus einer fesselnden Geschichte und einem packenden Einzelspieler- sowie Koop-Erlebnis soll genau jene ansprechen, die bereits die hochwertigen Produktionen des Studios zu schätzen wissen. Ein konkretes Veröffentlichungsdatum steht zwar noch in den Sternen, doch der Weg für die Rückkehr des Jägers ist geebnet.


