Tschechischer Großaktionär PPF plant Beteiligungsausbau bei ProSiebenSat.1
Der tschechische Großaktionär PPF strebt einen signifikanten Ausbau seiner Anteile am Medienkonzern ProSiebenSat.1 an. Laut einer aktuellen Mitteilung plant PPF, ein Angebot von 7 Euro pro Aktie in bar zu unterbreiten, um seinen Anteil von derzeit knapp 15 Prozent auf bis zu 29,99 Prozent zu erhöhen.
Mit dieser geplanten Erhöhung der Beteiligung bleibt PPF bewusst unter der kritischen Schwelle von 30 Prozent, bei der ein Pflichtangebot für den gesamten Konzern erforderlich wäre. Der gebotene Preis von 7 Euro je Aktie übersteigt den Schlusskurs vom Freitag um rund 17 Prozent und liegt auch deutlich über dem in jüngerer Vergangenheit bekannt gewordenen Übernahmeangebot des anderen Großaktionärs, MediaForEurope (MFE), das zum Berlusconi-Imperium gehört.
Im morgendlichen vorbörslichen Handel verzeichneten die Aktien von ProSiebenSat.1 einen Aufschwung. Der Vorstand von ProSiebenSat.1 bewertet das Angebot von PPF positiv.
PPF strebt mit dieser strategischen Beteiligungserweiterung auch eine entsprechende Präsenz im Aufsichtsrat an, um eine Neuausrichtung des Gremiums sicherzustellen. Dies soll dem Management von ProSiebenSat.1 die Umsetzung der bestehenden Strategie und die Förderung des operativen Geschäfts erleichtern.

