Trump's Zollankündigung schafft Unsicherheit an den Märkten
Die Nachricht über mögliche US-Strafzölle als Druckmittel in den Grönland-Verhandlungen hat den Dax am Montag stark belastet. US-Präsident Donald Trumps Äußerungen am Wochenende, ab Februar Strafzölle von 10 Prozent und ab Juni von 25 Prozent für acht europäische Länder einzuführen, sorgten für Verunsicherung an den Börsen. Der deutsche Leitindex fiel daraufhin um bis zu 1,5 Prozent auf nahezu 24.911 Punkte, bevor er sich leicht auf 24.923 Punkte erholte. In der Vorwoche hatte der Dax noch ein Rekordniveau von 25.507 Punkten erreicht. Das bisherige Jahresplus reduzierte sich somit auf 1,7 Prozent. Auch der MDax und der EuroStoxx 50 verzeichneten Verluste von 1,4 Prozent beziehungsweise 1,8 Prozent. Sollte es kein Abkommen für den Kauf Grönlands geben, bleiben die Zölle bestehen.
Besonders Automobilhersteller, wie BMW, leiden unter diesen Unsicherheiten. BMW-Aktien verloren zeitweise über 7 Prozent, belastet durch eine pessimistische Einschätzung des China-Geschäfts durch die Berenberg Bank. Ebenso litt Adidas unter der allgemeinen Stimmung, da Experten von der Bank of America einen enttäuschenden Umsatz im vierten Quartal 2025 prognostizieren. Der Rückgang ihrer Aktien betrug über 4 Prozent. Ein Gegengewicht bildete Bayer, deren Aktien fast 8 Prozent zulegten, nachdem der US Supreme Court den Glyphosat-Fall 'Durnell' anhängig machte. Diese Entscheidung könnte den langwierigen Rechtsstreit des Unternehmens in den USA zu einem positiven Abschluss führen.
Rüstungsfirmen wie Rheinmetall konnten von der geopolitischen Unsicherheit profitieren und näherten sich ihren Höchstständen. Auch Gerresheimer erlebte zwischenzeitlich einen Kursaufschwung durch eine Empfehlung von Oddo BHF, doch dieser Effekt war nur von kurzer Dauer.

