Trump's Visa-Gebührenerhöhung stößt auf harsche Kritik aus der Tech-Branche
Die kürzlich angekündigten neuen Visa-Gebühren für ausländische Arbeitskräfte von US-Präsident Donald Trump haben zu einer Welle der Entrüstung unter Technologie-Führungskräften, Unternehmern und Investoren in sozialen Medien geführt. Die vorgeschlagenen Gebühren gelten als signifikante Belastung für einen Sektor, der Millionen in Trumps Wiederwahlkampagne investierte.
Technologie-Executives und Investoren befürchten, dass die neuen Gebühren zusätzliche Millionen Dollar an Kosten für Unternehmen verursachen könnten, was vor allem Start-ups treffen würde, die möglicherweise nicht in der Lage sind, sich diese Ausgaben zu leisten.
Am späten Freitag kündigte Trump zusammen mit anderen Beamten des Weißen Hauses an, dass Unternehmen künftig 100.000 Dollar für jeden H1-B-Arbeitsvisumantrag zahlen müssten. Diese Visa werden häufig von großen Technologieunternehmen wie Amazon, Microsoft und Meta Platforms genutzt.
Die Beschwerden über die unklare Kommunikationsstrategie führten dazu, dass das Weiße Haus Klarstellungen folgen ließ: Die hohen Gebühren sollen nur einmalig erhoben werden und gelten nicht für bestehende Inhaber. Meta, Microsoft und Amazon gaben zunächst keine Stellungnahmen zu den neuen Regelungen ab.
Einige Führungskräfte der Tech-Branche haben öffentlich kommentiert, dass diese Änderungen die Attraktivität der USA für talentierte Fachkräfte aus der ganzen Welt mindern könnten. Esther Crawford von Meta betonte auf LinkedIn, dass hochqualifizierte Einwanderer zur Gemeinschaft beitragen und nicht von ihr nehmen.
Zu den Gegnern der neuen Gebührenregelungen gehörten auch Wirtschaftswissenschaftler, die warnten, dass diese den US-Arbeitsmarkt zusätzlich belasten könnten. Andrew Ng von DeepLearningAI äußerte in sozialen Netzwerken sein Mitgefühl für die Familien und Einzelpersonen, die von der plötzlichen Ankündigung betroffen sind.
Dennoch konnte die Maßnahme auch Unterstützung finden, unter anderem von hochrangigen Führungskräften wie Gary Cohn von IBM und Netflix-Vorsitzendem Reed Hastings, die den potenziellen Wert der erhofften Fachkräfte betonten.
Andrew Ng von DeepLearningAI und David Seidman von Plaid kritisierten die Maßnahme hingegen. Seidman prophezeite, dass einige große Tech-Konzerne möglicherweise künftig vermehrt in Länder wie Indien oder Kanada investieren könnten, anstatt weiter in den USA zu rekrutieren.

