Trump vs. Fed: Schwelende Konflikte erschüttern den Dollar
Nach einem turbulenten Start in die Woche zeigt sich der Eurokurs erholt von den Verlusten des Vortags. Der US-Dollar geriet unter Druck, nachdem US-Präsident Donald Trump mitten in der Nacht die Entlassung von Notenbankgouverneurin Lisa Cook ankündigte. Am Dienstagabend wurde der Euro bei 1,1658 US-Dollar gehandelt, leicht höher als am Montag. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs bei 1,1656 Dollar fest, was darauf hindeutet, dass der Euro eine leichte Erholung vollzogen hat.
Präsident Trump begründete seine Entscheidung mit angeblich falschen Angaben Cooks in Hypothekenverträgen, während Cook ihr Amt in der Fed weiterhin verteidigen möchte. Diese Eskalation wirft Fragen zur politischen Unabhängigkeit der Fed auf und nährt Spekulationen über mögliche Zinssenkungen in den USA, die den US-Dollar unter Druck setzen könnten. Die Analysten der Dekabank warnen davor, dass die Notenbank zunehmend politisch beeinflusst werden könnte.
Unterdessen traten gemischte Konjunkturdaten aus den USA in den Hintergrund. Während die Bestellungen für langlebige Güter im Juli nicht so stark wie prognostiziert zurückgingen, hat sich das Konsumklima im August merklich verschlechtert. Auch die Währungsreferenzkurse der Europäischen Zentralbank zeigen nur geringfügige Veränderungen, während Gold leicht an Wert gewann und am Nachmittag in London bei 3.375 Dollar pro Feinunze notierte.

