Trump verschärft Zollpolitik: Brasilien mit Rekordzoll belegt
Der US-amerikanische Präsident, Donald Trump, sorgt erneut für Aufsehen in der internationalen Handelspolitik. Kürzlich verkündete er eine Serie von neuen Zollregelungen, die ab dem 1. August in Kraft treten sollen. Besonders betroffen: Brasilien, dessen Waren mit einem Rekordzoll von 50 Prozent belegt werden. Diese Entwicklung könnte die ohnehin angespannten Handelsbeziehungen zwischen beiden Nationen weiter belasten.
Im jüngsten Fall überrascht jedoch weniger die Höhe der Zölle als vielmehr der politische Unterton. In einem amtlichen Schreiben an Brasilien äußerte sich Trump kritisch über den Umgang der brasilianischen Justiz mit dem ehemaligen Präsidenten Jair Bolsonaro. Dieser steht aktuell vor Gericht unter dem Verdacht, einen Umsturz gegen seinen Nachfolger Luiz Inácio Lula da Silva geplant zu haben. Trumps klare Worte, in denen er Bolsonaros Zeit im Amt lobt und die laufenden Ermittlungen als „Hexenjagd“ bezeichnet, werfen ein neues Licht auf die Politik der Trump-Administration.
Zeitgleich hat Trump weitere Briefe veröffentlicht, die die Zölle für eine Reihe weiterer Länder festlegen. So wurden unter anderem Iraks, Libyens und Algiers Exporte mit einem Zoll von 30 Prozent belegt. Bereits im Laufe der Woche waren andere Nationen wie Japan, Südkorea und Malaysia adressiert worden, die jeweils einem Zollsatz von 25 Prozent unterliegen. Diese Maßnahmen rechtfertigt Trump mit einem bestehenden Ungleichgewicht im internationalen Handel, das es zu korrigieren gelte.

