Trump und die gestoppte Hinrichtungswelle: Ein diplomatisches Puzzle
US-Präsident Donald Trump hat die Verbindung zwischen einem ausgebliebenen Militärschlag gegen den Iran und der Absage von geplanten Hinrichtungen von Protestierenden unterstrichen. Auf die Frage nach dem Einfluss anderer Staatsoberhäupter, erklärte Trump, er habe sich selbst zu dieser Entscheidung gebracht. Dabei hob er hervor, dass die iranischen Behörden angeblich 800 Hinrichtungen gestoppt hätten, was maßgeblich zu seiner Entscheidung beitrug.
Trump hatte zuvor Teheran unmissverständlich davor gewarnt, Demonstranten hinrichten zu lassen, und ein militärisches Eingreifen nicht ausgeschlossen. Spekulationen über einen möglichen US-Luftangriff wurden Anfang der Woche durch die vorübergehende Sperrung des iranischen Luftraums befeuert, blieben jedoch folgenlos.
Der Ursprung der Information über die angeblich abgesagten Hinrichtungen bleibt unklar, da das Weiße Haus keine Quelle dafür nannte. Währenddessen wurden bei den Protesten laut Berichten tausende Menschen durch iranische Sicherheitskräfte getötet. Trump äußerte seinen Respekt für die Entscheidung der iranischen Führung, wenngleich er keine weiteren Schritte ankündigte. Medienberichte, unter anderem von "Axios" und der "New York Times", legen nahe, dass Israels Premierminister Benjamin Netanjahu Trump um Aufschub gebeten habe, um Zeit für Vorbereitungen auf mögliche Gegenmaßnahmen Irans zu gewinnen.

