Trump nimmt erneut den Fokus auf die Ukraine: Treffen mit Putin in Aussicht
Nach der besiegelten Waffenruhe im Nahen Osten richtet US-Präsident Donald Trump seine Aufmerksamkeit auf den Konflikt in der Ukraine. In Budapest plant er in den kommenden Wochen ein Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin, wie er nach einem Telefonat mit dem Kremlchef bekannt gab. Der Ausgang dieser Gespräche bleibt jedoch ungewiss, ebenso die Rolle des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, der momentan in den USA ist. Ein Treffen im Weißen Haus mit Trump ist für heute geplant, mit dem Ziel, sich die Unterstützung für den Kauf von Tomahawk-Marschflugkörpern zu sichern. Diese Waffen könnten der Ukraine helfen, offensiver auf russische Angriffe zu reagieren.
Selenskyj betont, dass Moskau nur durch politische Stärke zum Einlenken zu bewegen sei. Unterdessen bleibt Trump vage, welche militärischen Optionen für die Ukraine in Betracht gezogen werden könnten. Bei einem möglichen Dreiertreffen nach einem vorherigen Treffen in Alaska kam es bisher zu keinem greifbaren Ergebnis. Die Situation in der Ukraine bleibt angespannt, da Russland nach wie vor Angriffe auf ukrainisches Gebiet durchführt.
Der ukrainische Präsident zeigt sich zuversichtlich, dass die Gespräche mit Trump und Vertretern von Rüstungs- und Energieunternehmen in den USA Fortschritte bringen könnten. Geplant sind Verhandlungen über weitere Lieferungen von Flugabwehrsystemen, die in der angespannten Energiesituation der Ukraine dringend benötigte Unterstützung bedeuten würden. Selenskyj betont dabei die Bedeutung der Tomahawks für die Verteidigungsstrategie seines Landes.
Auf der Gegenseite warnt Russland vor der Lieferung der Tomahawks, und Dmitri Medwedew, der stellvertretende Leiter des nationalen Sicherheitsrats, spricht von einer angeblichen nuklearen Bedrohung. Trump selbst betont die Notwendigkeit der Tomahawks zur eigenen Verteidigung und weist darauf hin, dass die USA auch weiterhin Waffen im Rahmen der Nato-Unterstützung liefern werden.
Indien, ein Handelspartner Russlands, hat sich unter dem Druck der USA mittlerweile entschieden, kein Öl mehr aus Russland zu kaufen. Seit August stehen die USA in wirtschaftlichem Konflikt mit Indien, um die russischen Öleinnahmen zu beschneiden. Dies könnte entscheidend für die Schwächung der russischen Kriegsfinanzierung sein.

