Trump fordert Europa zu entschlossenem Handeln in der Sanktionsfrage auf
US-Präsident Donald Trump hat Europa im Rahmen des G7-Gipfels in Kanada dazu aufgefordert, bei der Umsetzung neuer Sanktionen gegen Russland selbst die Initiative zu ergreifen. Während Europa viel über verschärfte Strafmaßnahmen spricht, soll es laut Trump zunächst selbst aktiv werden, um den wirtschaftlichen Druck auf Russland zu erhöhen. Ob die Vereinigten Staaten in diesem Zuge ebenfalls neue Sanktionen einführen würden, ließ Trump offen. Er wies darauf hin, dass solche Maßnahmen auch mit erheblichen Kosten für die USA verbunden sind. Sanktionen seien komplex und beträfen nicht lediglich ein Schriftstück, sondern bedeuteten finanzielle Belastungen in Milliardenhöhe, so der Präsident.
Die europäischen Staats- und Regierungschefs hatten darauf gehofft, Trump zu einer stärkeren Unterstützung ihrer Sanktionen gegen Russland motivieren zu können. Ein zentrales europäisches Anliegen ist es, die Einnahmen des russischen Staates weiter zu reduzieren. Konkret wird diskutiert, den Preisdeckel für den Export von russischem Öl in Länder wie Indien oder China von derzeit 60 auf 45 US-Dollar pro Barrel zu senken. Diese Preisobergrenze wurde 2022 eingeführt, um den Verkauf von russischem Öl zu regulieren und sieht Sanktionen gegen Exporteure vor, die sich nicht an die festgelegten Preise halten.

