Trump-Drohungen verunsichern Märkte: Bitcoin auf Talfahrt
Die jüngsten Drohungen von US-Präsident Donald Trump in Richtung China haben die ohnehin nervösen Finanzmärkte weiter in Aufruhr versetzt. Besonders hart traf es den Bitcoin, der jüngst auf 118.799 US-Dollar fiel, was den niedrigsten Stand seit dem 2. Oktober markiert. Vor der Verlautbarung Trumps notierte die führende Kryptowährung noch bei über 122.000 Dollar, doch nun entfernt sich der Bitcoin zunehmend von seinem jüngsten Rekordhoch von mehr als 126.000 Dollar.
Trump hat in einer Nachricht auf seiner Plattform Truth Social verlauten lassen, dass das geplante Treffen mit Chinas Präsident Xi Jinping in Südkorea möglicherweise nicht stattfinden wird. Als Gründe nannte er den anhaltenden Handelskonflikt und die jüngsten Exportkontrollen für seltene Erden aus China sowie eine mögliche "massive Erhöhung" der Zölle auf chinesische Waren. Seine wirtschaftspolitisch geladenen Ankündigungen sorgen einmal mehr für Unsicherheit an den Märkten und entfalten ihr volatiles Potenzial.
Marktanalyst Timo Emden von Emden Research interpretiert die Lage folgendermaßen: "Die Furcht vor einer erneuten Handelskrise zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt schwebt wie ein Damoklesschwert über den Köpfen der Anleger." Diese unsichere Lage könne die wirtschaftliche Ausgeglichenheit ins Wanken bringen, da Anleger sich zunehmend einer nüchternen Betrachtungsweise der aktuellen Situation anschließen.
Der Goldpreis, der als sicherer Hafen gilt, profitierte nur kurz von dieser Verunsicherung. An der Londoner Börse wurde das Edelmetall zuletzt bei 3.991 Dollar je Feinunze gehandelt, einem Preis, der sich auf dem Niveau vom Vormittag hält. Auch der Goldpreis hatte kürzlich ein Rekordhoch von 4.059,31 Dollar erklommen.

