Trump-Administration plant Finanzspritze für Argentinien
Die US-Regierung ist in Verhandlungen über eine milliardenschwere Unterstützung Argentiniens, welche dem Land als 'Brücke' bis zu den bedeutenden Halbzeitwahlen im Oktober dienen soll. Geplant ist eine Swap-Linie in Höhe von 20 Milliarden Dollar sowie der Kauf argentinischer Staatsanleihen, wie der US-Finanzminister Scott Bessent bekanntgab. Diese Maßnahmen signalisieren Vertrauen in den argentinischen Präsidenten Javier Milei, ein libertärer Verbündeter von Donald Trump, der kürzlich mit ihm am Rande der UN-Generalversammlung zusammenkam.
Der US-amerikanische Finanzminister erklärte, dass man in enger Abstimmung mit der argentinischen Regierung arbeite, um übermäßige Marktvolatilitäten zu verhindern. Nach der Ankündigung der Unterstützung durch die USA legten argentinische Märkte, die zuvor durch Mileis schwache Wahlergebnisse in Aufruhr geraten waren, wieder zu. Insbesondere Staatsanleihen mit Fälligkeit 2035 stiegen um 3,3 Cent pro Dollar auf ein Niveau, das seit Anfang September nicht mehr erreicht worden war.
Federico Filippini, Chefökonom bei Adcap Grupo Financiero, erklärte, dass die Maßnahmen Unsicherheiten über die Liquiditätsprobleme durch das bisherige Wirtschaftsprogramm beseitigen. Ein direkter Schuldenkauf durch das US-Finanzministerium könnte das Länderrisiko Argentinien signifikant senken und dem Staat ermöglichen, 2026 wieder Schulden aufzunehmen.
Scott Bessent unterstrich in einem Interview die Bedeutung dieser Finanzhilfen als Übergangslösung bis zu den Wahlen Ende Oktober und verwies auf Argentinien jahrzehntelange ökonomische Misswirtschaft. Die derzeitige Unterstützung stellt das zweite bedeutende Finanzpaket seitens der Trump-Administration dar, nachdem 2018 ein 50 Milliarden Dollar schweres Programm durch den Internationalen Währungsfonds unter Trumps Anweisung genehmigt wurde.
Während seines aktuellen Mandats hat Trump die internationalen Beziehungen weiter gefestigt. Konfrontationen mit Brasilien und Mexiko, sowie Drohungen gegenüber venezolanischen Akteuren, prägen seine außenpolitische Agenda. Milei sucht derweil weiterhin die Nähe zu Trump, um seine marktwirtschaftlichen Reformen durchzusetzen und die Inflation im eigenen Land zu kontrollieren.

