Transformationsschritt bei Buderus Edelstahl: Zerschlagung und Verkäufe sichern Arbeitsplätze
Ein Jahr nach Übernahme durch die Beteiligungsgesellschaft Mutares steht der Stahlhersteller Buderus Edelstahl in Wetzlar vor weitreichenden Umstrukturierungen. Der hochintensive Transformationsprozess sieht die Schließung des traditionsreichen Stahlwerks bis Ende Oktober vor, was 450 der insgesamt 1.120 Stellen betrifft. Die Nachricht verbreitete sich rasch durch Meldungen zahlreicher Medien.
Im Rahmen der Umstrukturierungen wird der Verkauf der Geschäftssegmente Warmwalzwerk und mechanische Bearbeitung – einschließlich der Wärmebehandlung – an die Georgsmarienhütte Gruppe angekündigt. Die in Niedersachsen ansässige Gruppe soll die Übernahme im vierten Quartal dieses Jahres abschließen.
Gleichzeitig sieht sich die Gesenkschmiede von Buderus mit Herausforderungen konfrontiert und wird daher an die FerrAl United Group veräußert, die ebenfalls zum Mutares-Portfolio gehört. FerrAl United wird durch diesen Schritt ihre bereits bestehenden sechs Gesenkschmieden um weitere unternehmerische Kapazitäten erweitern. Rund 670 Arbeitsplätze könnten durch diesen umfassenden Maßnahmenplan erhalten werden.
Mutares, die 2022 Buderus Edelstahl von Voestalpine erworben hatten, begannen bereits früh mit Prozessoptimierungen. Künftige Gespräche über Sozialpläne und die Eröffnung von Stellenausschreibungen durch die Georgsmarienhütte Gruppe sollen etwa 60 Mitarbeitenden, deren Arbeitsplätze wegfallen, eine neue berufliche Perspektive eröffnen. Buderus Edelstahl, dessen Jahresumsatz bei 360 Millionen Euro liegt, bleibt eine bedeutende Größe im Bereich des Werkzeug- und Edelbaustahls trotz der voranschreitenden Konsolidierungen.

