Transatlantische Spannungen: Selenskyj bringt neuen Schwung in EU-Gipfel

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj nimmt am Dezember-Gipfel der EU-Staats- und Regierungschefs teil und sorgt damit für frischen Wind in Brüssel. Kurz vor Beginn des Treffens bestätigte EU-Ratspräsident António Costa die Anreise Selenskyjs. Bei den Gesprächen steht die Frage im Mittelpunkt, wie die Europäische Union die finanzielle Unterstützung der von Russland angegriffenen Ukraine in den nächsten zwei Jahren gewährleisten kann.
Bundeskanzler Friedrich Merz bringt eine kontroverse Idee in die Debatte ein: Er schlägt vor, das in der EU eingefrorene Vermögen der russischen Zentralbank zu nutzen. Doch dieser Plan stößt auf Widerstand, insbesondere seitens Belgiens. Die dortige Regierung zeigt sich besorgt um das belgische Finanzinstitut Euroclear, das als zentraler Verwahrungsort fungiert und etwa 185 Milliarden Euro der russischen Zentralbank verwaltet. Dies stellt den Großteil des in der EU festgesetzten Vermögens dar und sorgt für hitzige Diskussionen über die Stabilität und Zukunft von Euroclear.

