Transatlantische Spannungen: EU warnt vor Trumps Zoll-Drohungen
Die Spannungen in den transatlantischen Beziehungen haben einen neuen Höhepunkt erreicht, nachdem US-Präsident Donald Trump mit neuen Zöllen gegen europäische Länder gedroht hat. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Ratspräsident António Costa reagierten prompt und betonten die potenziell gefährliche Abwärtsspirale, die die transatlantischen Beziehungen untergraben würde. Gleichzeitig wies Trump auf den Grönland-Konflikt hin, in dem er die Entsendung europäischer Soldaten durch Deutschland und andere Nato-Staaten bemängelte. Diese Mission sei jedoch laut EU-Führung notwendig, um die Sicherheit in der Arktis zu gewährleisten, und stelle keine Bedrohung dar.
Ein fortwährender Dialog wird als unverzichtbar erachtet, insbesondere da eine Arbeitsgruppe zwischen Dänemark, Grönland und den USA eingerichtet wurde, um technische Gespräche über einen möglichen Kauf Grönlands zu führen. Während die EU und die USA eigentlich eine Einigung über Zölle erzielt hatten, gilt diese nun als gefährdet. Manfred Weber, Vorsitzender der EVP-Fraktion, bekundete Zustimmung für den Zoll-Deal, jedoch sei eine formelle Einigung aufgrund der neuen Spannungen derzeit nicht möglich.
Der Deal sah vor, Zölle auf US-Industriegüter abzuschaffen, während die EU-Parlamentarier ihre Zustimmung noch nicht erteilt haben. Trump hat angekündigt, ab Februar zusätzliche Zölle gegen Deutschland und weitere europäische Länder zu erheben, falls kein Abkommen über den Kauf Grönlands zustande kommt. Diese gestaffelten Zölle sollen als Druckmittel dienen und könnten schwerwiegende Auswirkungen auf den Handel mit den USA haben.

