Tradition trifft Moderne: Disney behält TV-Geschäft im Portfolio
Die jüngsten Aussagen von Bob Iger, dem Chef von Walt Disney, sorgen bei Anlegern für Aufsehen und Freude. In einem Interview mit dem Nachrichtensender CNBC betonte Iger, dass es keinerlei Pläne gebe, die traditionellen TV-Sparten des Unternehmens zu veräußern.
Diese Klarstellung führte im Handel zu einem deutlichen Anstieg des Aktienkurses um bis zu vier Prozent, was einem Hoch seit April diesen Jahres entspricht. Mit dieser Entscheidung setzt sich Disney klar von den aktuellen Trends der Branche ab, in der viele Konkurrenten verstärkt auf Streaming-Angebote setzen.
Iger unterstrich, dass die bewährten TV-Aktivitäten Disney auch zukünftig wettbewerbsfähig halten. Noch vor zwei Jahren war der Verkauf des TV-Kanals ABC sowie anderer Sender eine Option, die Iger in Betracht gezogen hatte.
Die Neuigkeiten von Disney folgten auf die Ankündigung von Warner Bros Discovery, die eine Abspaltung ihrer stark wachsenden Streaming-Sparte vom traditionellen Mediengeschäft plant. Diese Nachricht hatte auch Einfluss auf die Aktien von Warner, die zunächst positiv reagierten, um dann ins Minus zu drehen.
Dennoch schlossen sie am Dienstag, gemeinsam mit Disney, mit einem ansehnlichen Plus von 5,5 Prozent.

