Tonies erweitert Produktpalette mit Toniebox 2 und neuen Spielfunktionen
Der Düsseldorfer Spielwarenhersteller Tonies bringt Mitte September eine innovative Version seiner beliebten Toniebox auf den Markt. Mit der Einführung der Toniebox 2 hebt Tonies das Kinder-Audioerlebnis auf das nächste Level, indem sie nun auch interaktive Spiele in ihr Angebot integriert. Die neue Version der Toniebox verzichtet auf einen Bildschirm, setzt aber mit der Funktion 'Tonieplay' ein Zeichen bei der modernen Verschmelzung von Spiel und Erzählung. Mit dieser Neuerung können Kinder nun sowohl alleine als auch in Gruppen interaktive Geschichten erleben und spielen. Steuerbar sind diese Erlebnisse über einen zusätzlichen Controller, welcher jedoch separat und zusätzlich zu den zum Verkaufsstart verfügbaren zwölf Spielen erworben werden muss.
Seit ihrem Debüt im Jahr 2016 bietet die Toniebox ein intuitives Hörerlebnis, bei dem Tonie-Figuren Geschichten, Musik und Lerninhalte auf die boxenförmige Plattform bringen. Das neue Modell beeindruckt zudem mit einem erweiterten Speicher, der von 8 auf 32 Gigabyte angehoben wurde, und bleibt mit existierenden Tonie-Figuren kompatibel.
Hergestellt wird die Toniebox in Vietnam und China und richtet sich an die junge Zielgruppe bis etwa neun Jahre. Der Markt für kindgerechte Audiogeräte ist hart umkämpft, mit weiteren etablierten Marken wie Hörbert, Tigerbox und Galakto, die mit unterschiedlichen Features um die Gunst der kleinen Hörer werben.
Trotz hoher Verkaufszahlen von über 9,5 Millionen Einheiten weltweit, stehen Tonies und seine Mitbewerber auch in der Kritik. Eine Untersuchung der Universität Basel aus dem Jahr 2024 hob Datenschutzbedenken bei der Nutzung der Toniebox hervor. Im selben Jahr erzielte Tonies einen Umsatz von 480,5 Millionen Euro, wobei Deutschland, Österreich und die Schweiz mehr als ein Drittel davon ausmachten. Dennoch steht das Unternehmen wirtschaftlich unter Druck. Der seit 2011 notierte Börsenwert hat seit seiner Einführung über 50 Prozent verloren und beläuft sich aktuell auf rund 780 Millionen Euro.

