Tod von Ismail Hanija: Hamas-Auslandschef bei israelischem Angriff in Teheran getötet
In einem dramatischen Zusammentreffen der geopolitischen Spannungen im Nahen Osten wurde Ismail Hanija, der Auslandschef der islamistischen Hamas, bei einem israelischen Angriff in Teheran getötet. Die Hamas bestätigte, dass Hanija infolge einer Attacke auf seine Residenz ums Leben kam. Die iranischen Revolutionsgarden bestätigten den Tod des hochrangigen Hamas-Führers, der als der ranghöchste seit Beginn des Gaza-Krieges vor rund zehn Monaten gilt.
Nur wenige Stunden zuvor führte die israelische Armee einen Luftangriff auf einen Vorort von Beirut aus, bei dem Fuad Schukr, ein ranghoher Kommandeur der Schiitenmiliz Hisbollah, getötet wurde. Die Hisbollah, ein enger Verbündeter der Hamas und des Irans, bestätigte den Tod Schukrs zunächst nicht. Laut israelischen Militärangaben diente Schukr als rechte Hand von Hisbollah-Generalsekretär Hassan Nasrallah und war seit 2017 von den USA gesucht worden.
Die Hisbollah hat ihren Angriff auf Ziele im Norden Israels intensiviert, seit der Terrorüberfall der Hamas und anderer Gruppen auf Israel am 7. Oktober stattfand. Ihre Angriffe will sie erst einstellen, wenn es in Gaza zu einem Waffenstillstand kommt. Der Tod Hanijas könnte zu einer weiteren Eskalation der Spannungen in der Region führen.
Hanijas Residenz in Teheran wurde während eines Besuchs zur Vereidigung des neuen iranischen Präsidenten Massud Peseschkian angegriffen, wie die Hamas mitteilte. Die Vereidigung fand vor hochrangigen Vertretern aus 86 Ländern statt, wobei westliche Vertreter nicht anwesend waren.
Die Tötungen von Hanija und Schukr heizen die volatile Situation zwischen Israel, der Hisbollah und dem Iran weiter an. Die israelische Regierung hatte dazu erklärt, dass sie "auf jedes Szenario vorbereitet" sei, während das Weiße Haus betonte, dass ein breiter Krieg nicht unvermeidlich sei.
Die libanesische Regierung verurteilte den jüngsten Angriff Israels als "kriminelle Tat", und die Hamas sprach von einer "gefährlichen Eskalation". Ob die jüngsten Ereignisse die ohnehin gespannte Lage im Nahen Osten weiter verschärfen werden, bleibt abzuwarten.

