Thyssenkrupp Marine Systems: Milliardenauftrag aus Singapur und Expansionspläne in Wismar
Thyssenkrupp Marine Systems (TKMS) hat mit der Unterzeichnung eines Vertrags über zwei weitere U-Boote des Typs 218SG aus Singapur einen bemerkenswerten Erfolg erzielt. Diese neuen Bestellungen erhöhen den Gesamtauftragsbestand auf satte 16 Milliarden Euro. Obwohl die U-Boote für Singapur nicht in der Zentrale in Kiel, sondern voraussichtlich in Wismar gefertigt werden sollen, sieht sich der Konzern gut gerüstet, den Auftrag unter voller Auslastung zu bewältigen. Der Bau der U-Boote soll im Jahr 2027 beginnen und der Auftragswert wird auf über eine Milliarde Euro geschätzt.
Zuvor wurden bereits vier U-Boote der Invincible-Klasse in Kiel für den südostasiatischen Stadtstaat gebaut, die rund 70 Meter lang sind und mit einem außenluftunabhängigen Brennstoffzellen-Antrieb ausgerüstet wurden. Diese U-Boote gehören zu den größten, die seit dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland gebaut wurden, und sind für eine Besatzung von 28 Personen ausgelegt.
TKMS bleibt nicht nur in Deutschland aktiv. Das Unternehmen plant den Ausbau seiner Tochtergesellschaft in Wismar zu einem vollständigen U-Boot-Bau-Standort und betont, dass es derzeit keine Schwierigkeiten bei der Suche nach geeignetem Personal gebe. Langfristig werden in Wismar 1.500 Arbeitsplätze geschaffen, um sowohl den heimischen als auch den internationalen U-Boot-Markt zu bedienen.
Gleichzeitig richtet TKMS den Blick auf potenzielle Aufträge aus Kanada. Der Ausbau transatlantischer Beziehungen wird als strategisch wichtig erachtet, während ein Angebot an Kanada voraussichtlich in den kommenden Jahren folgen könnte. Dies eröffnet die Möglichkeit einer kanadischen Beteiligung an dem deutsch-norwegischen Projekt 212CD, das auf eine umfassende internationale Nutzung optimiert ist.

