The Witcher 4 gewinnt Filmanimatorin von Clair Obscur: Expedition 33 – CD Projekt RED baut sein Team weiter aus
CD Projekt RED arbeitet still und beharrlich am nächsten großen Kapitel seiner Rollenspielgeschichte – und zieht dabei immer mehr talentierte Köpfe aus der Branche an. Dass das Warschauer Studio nun eine Animatorin gewinnen konnte, die maßgeblich an einem der gefeiertsten Rollenspiele der jüngsten Zeit mitgewirkt hat, sagt einiges über die Anziehungskraft aus, die The Witcher 4 bereits vor seiner Veröffentlichung auf Entwickler ausübt. Wohin die Reise geht, lässt sich zwischen den Zeilen bereits erahnen.
Vom Expeditionsteam ins Hexerland – Lucie Hennet wechselt zu CD Projekt RED
Lucie Hennet, die von Mai 2023 bis Ende 2024 als Filmanimatorin bei Sandfall Interactive tätig war und dort an Clair Obscur: Expedition 33 mitgearbeitet hat, hat sich dem Warschauer Studio von CD Projekt RED angeschlossen. Zu ihren Aufgaben bei Sandfall gehörte das Bereinigen und Verfeinern von Bewegungs- und Gesichtsaufnahmen aus dem Aufnahmestudio, die Verarbeitung von Rohdaten sowie die Mitarbeit am Animationssystem für die Zwischensequenzen. Eine Arbeit, die im fertigen Spiel zwar unsichtbar bleibt, aber den Unterschied zwischen hölzernen Figuren und glaubwürdigen, lebendigen Charakteren ausmacht. Welches Projekt sie bei CD Projekt RED konkret betreut, hat Hennet noch nicht öffentlich bekannt gegeben – das Warschauer Studio arbeitet jedoch bestätigtermaßen an The Witcher 4.
Zweiter Kinematik-Zugang innerhalb weniger Monate
Hennets Wechsel ist kein Einzelfall: Bereits zuvor hatte CD Projekt RED mit Felix Pedulla einen erfahrenen Kinematik-Designer aus dem Larian-Studios-Team gewonnen, der dort sechs Jahre lang an Baldur’s Gate 3 mitgewirkt hatte. Pedulla beschrieb seinen Wechsel als „Beginn eines neuen Kapitels“ und sprach davon, nun an epischen Zwischensequenzen für eines der ambitioniertesten Studios der Branche mitzuwirken. Dass das Warschauer Studio in kurzer Folge gleich zwei auf Filmsequenzen spezialisierte Fachkräfte einstellt, ist kaum ein Zufall – es deutet darauf hin, dass die visuelle Erzählsprache von The Witcher 4 einen besonders hohen Stellenwert genießt.
Budgetprognosen, geplanter Witcher-3-Zusatzinhalt und der lange Weg bis zum Release
Hinter den Kulissen zeichnet sich ab, dass The Witcher 4 zu einer der kostspieligsten Spielproduktionen aller Zeiten werden könnte. Branchenanalysten schätzen die Gesamtausgaben inklusive Marketing und weiterer Nebenkosten auf über 800 Millionen US-Dollar – allein die Entwicklung soll rund 388 Millionen US-Dollar verschlingen. Parallel dazu kursieren Berichte, dass CD Projekt RED vor dem Erscheinen von The Witcher 4 eine neue Erweiterung für The Witcher 3: Wild Hunt veröffentlichen könnte, die zum einen die Wartezeit überbrückt und zum anderen als Auftakt einer umfassenden Marketingkampagne dienen soll. Der erwartete Preis von rund 30 US-Dollar würde das Zusatzinhalt-Paket zu einem niedrigschwelligen Einstieg in die Vorfreude machen.


