[Test] AVerMedia Live Streamer CAP 4K – BU113

Mit der AVerMedia Live Streamer CAP 4K hat der Hersteller einen direkten Nachfolger zur BU110 herausgebracht. Die Hauptunterschiede liegen in der Unterstützung für 4K und natürlich dem Gehäuse selbst. Vor Kauf solltet ihr diesen Test bis zum Ende lesen und die Kompatibilitätsliste checken, ob eure Cam bzw. Hardware offiziell unterstützt wird.

Verarbeitung so lala…

Wo die ExtremeCap UVC noch komplett aus Aluminium gefertigt war, finden wir an der BU113 nur noch Plastik. Genau an diesem Punkt bin ich auch etwas enttäuscht, denn das Gehäuse fühlt sich nicht sehr wertig an. Zudem wackelt und knarzt es überall, da Ober- und Unterseite lediglich von ein paar Clips zusammengehalten werden.

Das kennt man so von AVerMedia nicht. Gewünscht hätte ich mir das Upgrade auf 4K im identischen Gehäuse wie der Vorgänger oder mindestens einer gleichwertigen Alternative.

AVerMedia Live Streamer CAP 4K - BU113

Ein deutlicher Nachteil der „Plastikverpackung“ ist die schlechte Wärmeleitfähigkeit, denn die Capture Card wird ziemlich warm. Auch das war beim Vorgänger besser.

Einfacher Anschluss

Die Inbetriebnahme der Capture Card ist denkbar simpel. Steckt eure Kamera via HMDI-Kabel in den entsprechenden Port und dann die BU113 per USB 3.0 (oder höher) an euren Rechner. Beachtet bitte, dass USB 2.0 nicht unterstützt wird. Die LED auf der Oberseite der CAP 4K wird sonst rot und die Hardware erscheint nicht im System.

AVerMedia Live Streamer CAP 4K - BU113

CamEngine-Support

Die AVerMedia Live Streamer CAP 4K wird von der CamEngineV4 unterstützt. Dadurch stehen euch Features wie Zoom, Filter, Effekte oder auch ePTZ zur Verfügung. Um allerdings Zugriff auf die Software zu erhalten, müsst ihr euch zunächst einloggen. Dieser Online-Zwang stört mich persönlich nicht, aber ist objektiv gesehen keine gute Grundlage, seine User zu halten. Aus Kommentaren bei bekannten Online-Plattformen konnte man herauslesen, dass dies der Grund war/ist, den Artikel nicht zu behalten.

Seid ihr aber einmal angemeldet, findet ihr euch recht schnell zurecht. Für die genannten Features müsst ihr aber zunächst noch ein paar Daten manuell herunterladen.

Verwendet ihr die BU113 in Kombination mit eurer Kamera im Homeoffice, so könnten die Funktionen der CamEngine interessant für euch sein. Als Streamer verwende ich bevorzugt meine Streaming-Software für diese Anpassungen, um die volle Kontrolle in einer App zu haben.

Tobt euch einfach in der CamEngine aus. Negativ aufgefallen ist mir die Ansicht der Kamera in der Software. Diese ist ziemlich verwaschen und pixelig, wobei das Bild in der eigentlichen Software zur Nutzung der Kamera bzw. BU113 „normal“ bzw. besser ausschaut. So lassen sich die Filter nur schwer ausbalancieren.

Nutzung in der Streamingsoftware

Am Beispiel von OBS Studio möchte ich euch zeigen, wie einfach es ist, die AVerMedia Live Streamer CAP 4K hinzuzufügen und zu nutzen:

Nach dem Hinzufügen können noch Filter etc. eingerichtet werden. Das habe ich für diesen Test nicht im Video festgehalten, da man dafür mindestens einen eigenen Artikel verfassen könnte.

Fazit

Die AVerMedia Live Streamer CAP 4K hatte es im Test nicht leicht. Die schlechte Verarbeitung bin ich von AVerMedia nicht gewohnt. Die BU113 ist für mich die erste Hardware, die auf dieser Schiene nicht abliefert.

Bei der Verwendung hatte ich während meiner Testphase zwar keine Probleme, aber mittelfristig wird sich die schlechte Wärmeleitfähigkeit des Plastikgehäuses vermutlich negativ bemerkbar machen. Die kleine Box wird wirklich sehr warm und wird diese Temperatur nur schlecht wieder los.

Den Login-Zwang zur Verwendung der CamEngine beschreibe ich mal als grenzwertig. Da ich täglich AVerMedia-Produkte nutze, habe ich sowohl einen Account als auch immer irgendwo eine Software aktiv. Auf der anderen Seite sollte es diesen Zwang meiner Meinung nach nicht geben. Die Userexperience leidet hier massiv und könnte sogar in Rückabwicklungen enden. Dies gilt aber nicht nur für die BU113, sondern unter anderem auch die PW513 Webcam.

Mit der Hardware selbst hatte ich keine Probleme und konnte meine 4K-Cam(s) nutzen und das Bild etwa in OBS Studio einbinden. Für Streamer dürfte das allerdings weniger interessant sein, denn in der Regel wird maximal in 1080p übertragen und da braucht es keine Quelle mit 4K. Wollt ihr aber 4K Material aufnehmen, ist die AVerMedia Live Streamer CAP 4K eure Karte. Reicht euch Full-HD, schaut euch die BU110 an.

Wertungsbox-Gut

Gaming / Tests / Hardware / Hardware Tests / 4K / avermedia / bu113 / HDMI
[gametainment.net] · 27.10.2021 · 13:55 Uhr
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