Tesla setzt auf Wassernachhaltigkeit: Neuer Vertrag ermöglicht Recycling und Rückgabe
Der Elektroautobauer Tesla hat es geschafft: Mit einem neuen Wasservertrag, unterzeichnet mit dem Wasserverband Strausberg-Erkner (WSE), kann Tesla die Wiederverwertung des Abwassers in seiner Fabrik in Grünheide bei Berlin fortsetzen. Diese Vereinbarung wurde nach intensiven Verhandlungen über Monate hinweg erreicht und beinhaltet eine Anpassung der Grenzwerte, um den veränderten Wasserverbrauch des Unternehmens zu berücksichtigen.
Tesla hat den Wasserverbrauch in der Fabrik so optimiert, dass nun kein Industrieabwasser mehr entsteht, sondern lediglich haushaltsübliches Sanitärabwasser. Dieses unterliegt vertraglich festgelegten und nicht mehr umweltkritischen Grenzwerten. Der geänderte Vertrag legt höhere Grenzwerte für das Schmutzwasser fest, das aus dem Werk in Grünheide stammt.
"Die Unterzeichnung des Vertrags ebnet den Weg für eine langfristig sichere und nachhaltige Wassernutzung in der Region", erklärte Tesla und betonte, dass weiterhin 100 Prozent des Produktionsabwassers wiederverwendet werden können. Erfreulicherweise kann Tesla etwa 400.000 Kubikmeter Wasser aus seinem Kontingent an den regionalen Wasserverband zurückgeben.
Allerdings bleibt der Wasserverbrauch ein Diskussionsthema. Umweltschützer äußern Bedenken hinsichtlich der Trinkwasserversorgung, da ein Teil der Gigafactory in einem Wasserschutzgebiet liegt. Die Initiativgruppe "Tesla den Hahn abdrehen" kritisierte den neuen Wasservertrag.
Tesla entgegnete, das Wasseraufkommen sei im Vergleich zum Branchendurchschnitt niedriger, und hofft auf ein Ende der Kontroversen durch den neuen Vertrag. Trotz des Aufwärtstrends bei Elektroautos in Deutschland blieb Teslas Zulassungszahl enttäuschend.
Im Mai kamen nur rund 1.200 neue Tesla-Autos auf die Straßen – ein Rückgang von mehr als einem Drittel im Vergleich zum Vorjahresmonat.

