Tesla erlebt in Europa eine schwache Phase
Die Herausforderungen für Tesla in Europa nehmen zu, wie aktuelle Daten der European Automobile Manufacturers' Association (ACEA) verdeutlichen. Im August sank die Anzahl der Tesla-Elektroauto-Registrierungen in Europa auf 14.831 Einheiten, was einem Rückgang von 22,5 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Gleichzeitig stiegen die gesamten EV-Registrierungen in der Region um 26,8 %, was Teslas anhaltende Schwierigkeiten auf dem europäischen Markt unterstreicht. Im Vergleich dazu verzeichnete der Juli noch einen Rückgang von 40,2 % bei den Tesla-Verkäufen.
Besonders betroffen sind Schlüsselregionen wie Frankreich, wo die Verkäufe um 47,2 % auf 1.331 Fahrzeuge einbrachen, sowie Schweden und Dänemark, die ebenfalls deutliche Rückgänge von 84 % bzw. 42 % verzeichneten. Ein Lichtblick ist hingegen der norwegische Markt, auf dem die Tesla-Verkäufe um nahezu 22 % zulegten. Die Verkaufszahlen aus Deutschland und Großbritannien für August stehen noch aus.
Für das Jahr 2025 sieht es insgesamt düster aus: Im bisherigen Jahresverlauf fielen die Tesla-Verkäufe um 32,6 % auf 133.857 Einheiten und der Marktanteil verringerte sich auf 1,5 % von ehemals 2,3 %. Elon Musk hatte bereits bei den Q2-Ergebnissen angedeutet, dass das Unternehmen mit einigen schwierigen Quartalen rechnen müsse, da die Einführung günstigerer Modelle verschoben wurde, um auf das Ende der US-amerikanischen Steuergutschriften für EVs zu warten.
Zusätzlich belastet Musks Ruf seine politische Einmischung sowie der zunehmende Wettbewerb, insbesondere durch chinesische Hersteller. Eine Studie von Escalent sieht, dass 47 % der europäischen Kunden ein chinesisches Fahrzeug in Betracht ziehen würden, während nur 44 % über ein US-Modell nachdenken – ein deutlicher Wandel im Vergleich zum Vorjahr.
Investoren erwarten gespannt das anstehende Zahlenwerk zu Teslas drittem Quartal.

