Tennismatch während Stromausfall: Berlins Bürgermeister unter Druck
Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner sieht sich nach einem umstrittenen Tennismatch während eines großflächigen Stromausfalls in der Hauptstadt in der Kritik. Gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin, Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch, beide Mitglieder der CDU, vergnügte sich Wegner am Samstagmittag auf dem Tennisplatz, während im Südwesten Berlins das Licht ausging.
Senatssprecherin Christine Richter bestätigte die Teilnahme der beiden am Tennismatch. Dies geschah nur wenige Stunden, nachdem Wegner über den Anschlag auf eine Kabelbrücke informiert worden war, der den großflächigen Blackout verursachte. Der 'Tagesspiegel' berichtete, dass das Match eine Stunde dauerte. Wegner hatte zuvor angegeben, den gesamten Samstag in telefonische Koordinationsgespräche investiert zu haben.
In einem nachträglichen Eingeständnis äußerte sich Wegner selbstkritisch und erklärte in der RBB-'Abendschau', er bedauere, nicht am Sonntag offengelegt zu haben, was er tatsächlich am Samstag unternommen habe. Der Stromausfall, der vermutlich von Linksextremisten absichtlich herbeigeführt wurde, beeinträchtigte bis zu 100.000 Menschen, die ohne Heizung und Internet auskommen mussten. Aufgrund der Ausmaße rief Berlin eine Großschadenslage aus und forderte Amtshilfe von der Bundeswehr.

