Teilzeitwunsch und Realität: Neue Studie beleuchtet Arbeitszeitdynamik bei Müttern
Eine aktuelle Umfrage des Wirtschaftsforschungsunternehmens Prognos im Auftrag des Bundesfamilienministeriums zeigt, dass viele Mütter in Teilzeit mehr arbeiten würden, wenn ihnen flexiblere Arbeitsbedingungen geboten würden. Derzeit würden 17 Prozent der Mütter unter den aktuellen Bedingungen ihre Stundenzahl gerne erhöhen. Bei verbesserten Rahmenbedingungen, wie etwa durch flexible Arbeitszeitmodelle, sind sogar 45 Prozent der Mütter bereit, ihre Arbeitszeit auszuweiten.
Die repräsentative Studie, die im Frühjahr 2025 durchgeführt wurde, befasste sich mit den Motiven für Teilzeitarbeit und deren Abhängigkeit vom Alter der Kinder. Interessanterweise sind Mütter, deren jüngstes Kind unter zwölf Jahre alt ist, mit 48 Prozent am ehesten geneigt, ihre Arbeitsstunden bei besseren betrieblichen Regelungen zu erhöhen. Bei Müttern mit älteren Kindern reduziert sich diese Bereitschaft auf 38 Prozent.
Primärer Grund für die Entscheidung zur Teilzeitarbeit ist für viele Mütter der Wunsch nach mehr Zeit für ihre Kinder, insbesondere bei jüngeren Kindern scheint dieses Motiv bedeutend. Mit zunehmendem Alter der Kinder treten jedoch andere Aspekte wie Gesundheit und Freizeit stärker in den Vordergrund. So zeigen sich sieben bis acht Prozent der Mütter mit älteren Kindern an mehr Freizeit interessiert.
Die Studie verdeutlicht, dass Teilzeitarbeit als attraktives Modell angesehen wird, aber viele Mütter weniger arbeiten, als sie gerne möchten. Eine verstärkte Erwerbstätigkeit von Müttern könnte laut den Studienautoren ein enormes Potenzial für den Arbeitsmarkt entfalten. Unternehmen könnten die Bedürfnisse der Beschäftigten stärker berücksichtigen, indem sie zeit- und ortsflexible Arbeitsmodelle anbieten. Solche Arrangements könnten nicht nur die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessern, sondern auch die Zufriedenheit der Mitarbeitenden erhöhen. Ein wesentlicher Aspekt für viele Mütter ist zudem die Möglichkeit, die Arbeitszeit bei Bedarf wieder zu reduzieren, was für 40 Prozent unabhängig vom Alter der Kinder von Bedeutung ist.

