Teheran vermindert Militärpräsenz im Jemen – USA und Iran im Spannungsfeld
Der Iran zieht angesichts zunehmender Spannungen mit den Vereinigten Staaten Teile seines Militärpersonals aus dem Jemen ab. Diese Maßnahme, berichtet der britische "Telegraph", soll einer direkten Konfrontation mit den USA aus dem Weg gehen.
Hintergrund sind verstärkte US-Luftangriffe auf die Huthi-Miliz, einem Verbündeten Irans. Teheran sieht sich zur Priorisierung seiner Ressourcen gezwungen, um auf die erhöhten Bedrohungen durch die US-Regierung zu reagieren. US-Präsident Donald Trump hatte jüngst die Drohung ausgesprochen, dass jeder Angriff der Huthi-Miliz als direkter Angriff des Irans gewertet würde.
Parallel dazu wächst die militärische Präsenz der USA in der Region merklich. Das Pentagon entsendet weitere Bomber und Kriegsschiffe, die ebenso zur Abschreckung wie zur Absicherung diplomatischer Bemühungen dienen sollen. Inmitten dieser Spannungen wagt sich die diplomatische Maschinerie dennoch ans Werk.
Aktuellen Berichten zufolge haben sich Iran und die USA möglicherweise auf indirekte Gespräche in Oman geeinigt, die innerhalb der nächsten Wochen stattfinden könnten. Währenddessen schickte Washington die "USS Carl Vinson" und weitere Zerstörer in Richtung Naher Osten, um die vor Ort bereits stationierte "USS Harry S. Truman" zu unterstützen und Irans Spielraum einzuschränken.
Die Bemühungen zur Aushandlung eines neuen Atomabkommens erhalten ebenso großen Druck: Frankreichs Außenminister Jean-Noël Barrot warnte vor der knappen Zeit bis zum Ende des bestehenden Atomdeals 2025, das auf Teherans nukleare Ambitionen abzielt. Ein Scheitern der Verhandlungen könnte die westlichen Staaten – und insbesondere Israel – in Zugzwang versetzen.
Gleichzeitig äußerte Trump die Überlegung, dass der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu bald in Washington erwartet werde, um über die aktuellen Entwicklungen und Israels Handlungen im Gazastreifen zu sprechen. Diese haben Druck auf die Hamas erhöht, deren Aufrufe zu weltweiten Protesten nicht lange auf sich warten ließen.

