Technologieindex erstrahlt, während Dow Jones ins Straucheln gerät
Die jüngsten Handelsentwicklungen an der Wall Street spiegeln die gespaltene Anlegerstimmung wider: Während der Nasdaq 100, von Technologieunternehmen dominiert, einen Aufwärtstrend verzeichnet, trat der Dow Jones Industrial nach einem vielversprechenden Start auf die Bremse. Dabei war es insbesondere das Zugpferd Tesla, das kurz vor Handelsschluss mit einem neuen Rekordhoch Glanzpunkte setzte.
Die Veröffentlichung der Arbeitsmarktdaten für Oktober und November brachte gemischte Signale und führte zu einer Verschiebung der Erwartungen bezüglich möglicher Zinssenkungen durch die Federal Reserve. Da die Zahlen keinen klaren Trend erkennen lassen, richtet sich das Augenmerk der Anleger nun auf die anstehenden Inflationsdaten, die am Donnerstag erwartet werden und als potenzieller Wegweiser für die weiteren Marktentwicklungen im neuen Jahr dienen könnten.
Der Dow Jones, der noch am vorherigen Freitag eine Rekordmarke von 48.887 Punkten erklommen hatte, musste letztlich einen Verlust von 0,62 Prozent auf 48.114,26 Punkte hinnehmen. Der S&P 500 fiel um 0,24 Prozent auf 6.800,26 Punkte. Ganz im Gegenzug stieg der Nasdaq 100 trotz vorangegangener Rückgänge in den letzten drei Handelstagen um 0,26 Prozent auf 25.132,94 Punkte an.
Mit Blick auf kommende Schritte der Fed schätzen Terminhändler die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung im Januar auf 24 Prozent ein. Experten weisen jedoch darauf hin, dass bei den gegenwärtigen verwirrenden Signalen des Arbeitsmarktes eine umfangreiche Geldpolitikänderung unwahrscheinlich erscheint. Kay Haigh von Goldman Sachs Asset Management erwartet, dass der jüngste Regierungsstillstand die Fed dazu veranlasst, den Daten weniger Gewicht beizumessen.
Tesla profitierte von anhaltendem Optimismus, insbesondere in den Bereichen autonomes Fahren und Robotik, und übertraf mit einem Anstieg auf 491,50 US-Dollar das vorherige Hoch vom Dezember des letztjährigen Handelstages. Chevron und ConocoPhillips gehörten zu den Verlierern, mit Rückgängen von 2,0 beziehungsweise 3,8 Prozent, ebenso brachen ExxonMobil um 2,6 Prozent ein, beeinträchtigt von einem deutlichen Rückgang des WTI-Ölpreises unter die 55-Dollar-Marke.
Pfizer musste einen Rücksetzer von 3,4 Prozent hinnehmen, bedingt durch verhaltene Umsatzprognosen für das kommende Jahr, die hinter den Erwartungen der Analysten zurückbleiben. Im Vergleich zu anderen "Magnificent 7"-Aktien konnten neben Tesla auch Meta und Nvidia zulegen, während Microsoft und Apple leicht im Plus schlossen. Amazon blieb stabil, wohingegen Alphabet einen Rückgang von 0,5 Prozent verzeichnete.

