Technologieaktien beflügeln die Wall Street, während Disney unter Druck steht

Die US-amerikanischen Börsen haben am Montag nach einem schwierigen Start eine klare Erholung von ihrer jüngsten Flaute verbucht. Ein positiver Impuls kam aus der heimischen Industrie, deren Stimmung sich laut aktuellen Daten merklich verbessert hat. Technologieaktien standen hoch im Kurs, während sich der Unterhaltungsriese Walt Disney gegen ein negatives Marktfeedback behaupten musste.
Der Dow Jones Industrial, der Leitindex, kletterte um 1,05 Prozent auf 49.407,66 Punkte. Der S&P 500, bekannt als Indikator für den breiten Markt, legte um 0,54 Prozent auf 6.976,44 Punkte zu. Der Nasdaq 100, mit seinem Schwerpunkt auf Technologiewerten, verzeichnete einen Zuwachs von 0,73 Prozent auf 25.738,61 Punkte.
Die verbesserte Stimmung in der US-Industrie spiegelt sich im unerwartet deutlichen Anstieg des ISM-Einkaufsmanagerindex wider, der nun über der wichtigen Wachstumsschwelle von 50 Punkten liegt. Innerhalb des Dow gehörten Apple, Cisco und IBM zu den gefragtesten Titeln. In der Technologiewelt brillierte Caterpillar als Spitzenreiter mit einem Zugewinn von 5,1 Prozent, was einen neuen Rekord markierte.
Im Nasdaq 100 überzeugten Unternehmen wie Intel und Micron mit kräftigen Kursgewinnen. Hingegen verzeichnete Oracle ein Minus von 2,8 Prozent, nachdem ein weiterer Stabilisierungsversuch scheiterte. Das Unternehmen plant, im laufenden Jahr 45 bis 50 Milliarden US-Dollar aufzunehmen, um sein Cloud-Geschäft zu stärken.
US-Präsident Donald Trumps Vorstoß für eine strategische Reserve für Seltene Erden vermochte die Branche nicht dauerhaft zu stützen. Die anfänglichen Kursgewinne von USA Rare Earth und Critical Metals gingen um 1,4 beziehungsweise 4,4 Prozent zurück. Derweil belastete die Aussicht auf Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran deutlich die Ölpreise. Davon betroffen waren auch die Aktien von Exxon Mobil, ConocoPhillips und Chevron, die Kursverluste von bis zu 2,1 Prozent hinnehmen mussten.
Am unteren Ende des Dow belasten Disney-Aktien, die um 7,4 Prozent absackten. Trotz eines über den Erwartungen liegenden bereinigten Gewinns je Aktie, gestiegenem Umsatz und einem optimistischen Ausblick auf das zweite Geschäftshalbjahr, litt das Unternehmen unter hohen Werbeausgaben für Kinofilme. Unterdessen könnte in der Frage der Nachfolge von Disney-Chef Bob Iger eine Entscheidung bevorstehen. Insidern zufolge erwägt der Verwaltungsrat, den Freizeitpark-Spartenchef Josh D'Amaro zum neuen Konzernlenker zu ernennen. Eine entsprechende Abstimmung könnte bereits in den kommenden Tagen erfolgen, wie Bloomberg unter Berufung auf vertrauliche Quellen berichtet.

