Technisches Hindernis verzögert Axiom-Mission zur ISS
Die mit Spannung erwartete vierte kommerzielle Raumfahrtmission des Unternehmens Axiom Space hat einen unerwarteten Rückschlag erlitten. Ursprünglich für heute angesetzt, muss der Start zur Internationalen Raumstation (ISS) aufgrund eines technischen Problems verschoben werden. Bei einer routinemäßigen Überprüfung trat ein Leck von Flüssigsauerstoff an der Rakete auf, wie das private Raumfahrtunternehmen SpaceX unter Leitung des milliardenschweren Tech-Visionärs Elon Musk bekanntgab. Die Gelegenheit, den Beginn der Mission nachzuholen, wird verkündet, sobald das technische Problem behoben ist.
Der geplante Startplatz für die 'Ax-4'-Mission ist der Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida. Die Crew, bestehend aus dem Inder Shubhanshu Shukla, dem Ungarn Tibor Kapu, dem Polen Slawosz Uznanski-Wisniewski und der erfahrenen ehemaligen Nasa-Astronautin Peggy Whitson, soll mit einer 'Falcon 9'-Rakete an Bord der 'Crew Dragon'-Kapsel von SpaceX ins All aufbrechen. Für die männlichen Besatzungsmitglieder wäre dieser Flug eine Premiere, da sie erstmalig ins All reisen. Während Whitson bereits reich an Raumfahrterfahrung ist, repräsentieren die Männer ihre Nationen als erste Bürger an Bord der ISS.
Dieses Projekt würde die Crew etwa zwei Wochen im Raum verbringen lassen, im Rahmen der inzwischen vierten missionarischen Unternehmung von Axiom Space in enger Kooperation mit der Nasa und SpaceX. Bereits 2022 schrieb das texanische Unternehmen Raumfahrtgeschichte mit der ersten privaten Reise zur ISS, gefolgt von weiteren Expeditionen in den Jahren 2023 und 2024. Die dritte Mission des Unternehmens im vergangenen Jahr stellte mit knapp drei Wochen den bisherigen Rekord für kommerzielle Missionen auf. Der Preis für einen Platz auf dieser exklusiven Reise ist nicht minder bemerkenswert: Rund 70 Millionen Euro müssen pro Teilnehmer investiert werden.

