Tech-Rally stützt Wall Street und sorgt für gemischte Asien-Börsen
Die Aktienmärkte in Asien zeigten am Freitag ein uneinheitliches Bild, nachdem ein Höhenflug im Technologiesektor in den USA, angeführt von Nvidia und Intel, zu neuen Rekordständen an der Wall Street führte. Japans Nikkei 225 fiel um fast 1,4% auf 44.667,88 Punkte, nachdem die Bank of Japan ihre kurzfristigen Leitzinsen bei 0,5% belassen hatte. Zudem verlangsamte sich die jährliche Inflation in Japan im August auf 2,7%, dem niedrigsten Stand seit zehn Monaten.
In China stieg der Hang Seng Index in Hongkong leicht um 0,1% auf 26.576,59 Punkte, während der Shanghai Composite nahezu unverändert bei 3.830,65 Punkten lag. Gespannt erwartet wurde in den chinesischen Märkten ein Telefongespräch zwischen US-Präsident Donald Trump und Chinas Präsident Xi Jinping, welches Zölle und die TikTok-Vereinbarung in den USA zum Thema hatte.
Australiens S&P/ASX 200 konnte sich nach vorherigen Verlusten um 0,6% auf 8.799,80 Punkte erholen, nachdem Daten eine Schwäche im Arbeitsmarkt signalisiert hatten. Der koreanische Kospi hingegen fiel um 0,7% auf 3.436,48 Punkte, während der indische BSE Sensex um 0,4% sank. Taiwans Taiex verzeichnete ebenfalls einen Rückgang um 0,4%.
An der Wall Street sorgten Nvidia und Intel mit der Ankündigung eines $5 Milliarden schweren Deals für einen Technologiesektor-Aufschwung. Der S&P 500 stieg um 0,5% und erreichte Spitzenwerte, ebenso wie der Dow Jones Industrial Average und der Nasdaq Composite. Nvidia legte um 3,5% zu und war die treibende Kraft hinter diesem Aufwärtstrend, während Intel einen beachtlichen Anstieg von 22,8% erlebte.
Positive Wirtschaftsberichte führten zu steigenden Anleiherenditen in den USA. Die Zahl der Anträge auf Arbeitslosenunterstützung sank unerwartet, was eine Verlangsamung bei Entlassungen signalisiert. Diese Entwicklungen führten dazu, dass die Federal Reserve ihren Leitzins erstmals in diesem Jahr senkte, um die Wirtschaft zu unterstützen. Dennoch warnte Fed-Chef Jerome Powell, dass die unruhige Wirtschaftslage schnelles Handeln erfordere, da gleichzeitig der Arbeitsmarkt schwächelt und die Inflation hoch bleibt.
Währenddessen verzeichnete der Russell 2000 Index mit einem Anstieg um 2,5% neue Rekordwerte, da kleinere Unternehmen besonders von niedrigeren Zinsen profitieren. Der US-Rohölpreis fiel um 19 Cent auf $63,38 pro Barrel und der Brent-Preis um 11 Cent auf $66,81. Der US-Dollar fiel auf 147,38 Yen und der Euro sank auf $1,1774.

