Tech-Aktien unter Druck: US-Börsen verzeichnen deutliche Verluste
Die US-amerikanischen Aktienmärkte mussten nach einer nur kurzen Erholungsphase wieder Einbußen hinnehmen. Obwohl die Quartalsberichte der Unternehmen ein gemischtes Bild zeichnen, stehen insbesondere die Bewertungen von Technologieaktien zunehmend unter Beobachtung. Der bekannte Leitindex Dow Jones Industrial verlor 0,84 Prozent und schloss bei 46.912,30 Punkten. Der S&P 500 sank um 1,12 Prozent auf 6.720,39 Zähler, während der Nasdaq 100 mit einem Rückgang von 1,91 Prozent auf 25.130,04 Punkte besondere Schwäche zeigte.
Im Mittelpunkt der Verluste standen Technologieunternehmen, die stark im Bereich der Künstlichen Intelligenz engagiert sind. Anleger befürchten, dass die hohen Bewertungen nicht nachhaltig sein könnten, was zu deutlichen Kursverlusten der Branchengrößen Salesforce, Nvidia und AMD führte, die zwischen 3,7 und 7,3 Prozent einbüßten.
Zudem hielten Unternehmensberichte die Märkte in Atem. Der Chipkonzern Qualcomm konnte mit seinem Ausblick nicht überzeugen. Trotz einer Umsatzprognose über der Konsensschätzung, blieb die Gewinnprognose kostenbedingt hinter den Erwartungen zurück, was die Aktie um 3,6 Prozent fallen ließ.
Ein Lichtblick war die Aktie von Metsera, die um über 14 Prozent zulegte. Der Übernahmekampf um ein Adipositas-Startup fand mit einer Angebotserhöhung durch Novo Nordisk neuen Auftrieb, nachdem auch Pfizer sein Angebot angepasst hatte. Boeing-Aktien, die zunächst Gewinne verzeichneten, drehten ins Minus und schlossen 0,6 Prozent im Verlust. Ein Deal mit dem US-Justizministerium beendete die drohende Strafverfolgung im Zusammenhang mit zwei Abstürzen des Modells 737 Max, was die Unsicherheiten aber noch nicht gänzlich beseitigte.
Snap konnte mit einer beeindruckenden Kurssteigerung von etwa 10 Prozent punkten, gestützt durch solide Quartalszahlen und eine neue KI-Partnerschaft mit Perplexity AI. Lyft erfreute sich ebenfalls eines Kursanstiegs von 5,8 Prozent, getragen von einer optimistischen Prognose für das Weihnachtsquartal. Dagegen gerieten Doordash und Duolingo unter Druck. Die Aktien von Doordash fielen um über 17 Prozent, bedingt durch kostspielige Investitionen, während Duolingo wegen eines enttäuschenden Ausblicks und eines zu starken Fokus auf Nutzerwachstum mehr als ein Viertel ihres Wertes einbüßte.

