Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst: Niedersachsen und Bremen im Warnstreik-Fieber

Im Vorfeld einer neuen Verhandlungsrunde für den öffentlichen Dienst haben mehrere Gewerkschaften in Niedersachsen und Bremen breite Warnstreiks initiiert. Die Arbeitsniederlegungen betreffen unter anderem Beschäftigte der beiden Universitätskliniken in Hannover und Göttingen, diverse Landesstraßenbauverwaltungen sowie Hochschul- und Universitätsbereiche der Region.
Die Gewerkschaft Verdi fordert für rund 245.000 Tarifbeschäftigte in Niedersachsen und etwa 39.000 in Bremen eine Gehaltserhöhung von sieben Prozent, mindestens jedoch eine Anpassung um 300 Euro. Die Gewerkschaft plant entsprechende Kundgebungen in Hannover und Bremen, während insgesamt rund 2,2 Millionen Beschäftigte betroffen sind.
Zuvor hatten die Arbeitgeber in den bisherigen zwei Verhandlungsrunden kein Angebot vorgelegt und die Forderungen als finanzielle Belastung abgelehnt. Die Fortsetzung der Tarifverhandlungen ist für den 11. Februar in Potsdam angesetzt.
Trotz der angekündigten Streiks beteuern sowohl die Medizinische Hochschule Hannover als auch die Universitätsmedizin Göttingen, dass die Versorgung von Notfallpatienten ungestört bleiben wird. Allerdings weist die Landesstraßenbaubehörde auf Einschränkungen hin, insbesondere durch die Vollsperrung des Tunnels Bovenden (B3) bei Göttingen am Streiktag.

