Super-Taifun 'Ragasa' trifft Asien: Zerstörung und Hoffnung in der Region
Der Super-Taifun 'Ragasa' hat in Asien unvorstellbare Verwüstungen hinterlassen, wobei mindestens 21 Menschen ihr Leben verloren und zahlreiche weitere Personen verletzt wurden. Taiwan war eine der am schwersten betroffenen Regionen, als der Tropensturm den Landkreis Hualien heimsuchte. Ein übergelaufener Staudamm führte zu Überschwemmungen, die besonders im Dorf Guangfu tödliche Konsequenzen hatten. Eine Frau schilderte tränenreich im Fernsehen, wie ihre 87-jährige Mutter in den Fluten gefangen blieb. Insgesamt 124 Menschen werden noch vermisst, während die Rettungskräfte mit Hochdruck arbeiten.
Nicht minder dramatisch war die Situation auf den Philippinen, wo der Sturm zunächst auf Land traf und mindestens sieben Menschenleben forderte. Hier sind weit über 190.000 Menschen von den Auswirkungen betroffen. Derweil nähert sich ein weiterer Sturm, 'Bualoi', mit der Gefahr, am Donnerstag das Festland zu erreichen und weiteres Leid zu bringen.
Auf seinem zerstörerischen Pfad zog 'Ragasa' durch die Meeresstraße von Luzon und traf mit voller Wucht auf Südchina. Vorbereitete Evakuierungen in der Provinz Guangdong betrafen über eine Million Menschen, um Leben zu schützen. Schulen wurden geschlossen, der öffentliche Verkehr ausgesetzt, um dem Sturm zu trotzen.
Hongkong, die vielschichtige Finanzmetropole, erlebte ebenfalls drastische Maßnahmen. Die höchste Taifun-Warnstufe wurde ausgerufen, was zur Absage hunderter Flüge führte. Die Bevölkerung hatte sich vorbereitet, um den Folgen des Sturm des Jahrhunderts standzuhalten. Wie in einem Drehbuch klammern sich Reisende und Anwohner an Informationen ihrer Airlines, während in der Stadt dutzende umgestürzte Bäume und Verletzungen von mindestens 56 Personen an Krankenhäuser gemeldet wurden.
Meteorologen erwarten eine Abschwächung von 'Ragasa', und entlang seines westlichen Weges wird er voraussichtlich den Norden Vietnams erreichen. Die dortigen Behörden bereiten sich auf mögliche Überschwemmungen vor, während die Region hofft, das Schlimmste hinter sich zu haben.

