Süße Vorboten: Niederegger startet frühzeitig in die Weihnachtssaison
Der Lübecker Marzipan-Hersteller Niederegger läutet die Weihnachtszeit bereits ein, während draußen die Natur noch in Herbstfarben erstrahlt. Die Produktion der festlichen Leckereien begann dort schon Mitte August, um die Nachfrage im In- und Ausland zu decken. "Der Startschuss fiel mit der Ware für den US-amerikanischen Markt", verrät Eva Mura, die Sprecherin des Traditionsunternehmens. Die heimische sowie europäische Produktion folgte zeitnah.
In diesem Jahr müssen Marzipan-Liebhaber tiefer in die Tasche greifen, denn die Preise für Niedereggers Köstlichkeiten steigen um circa zehn Prozent. Grund dafür sind einerseits die zunehmenden Rohstoffkosten für Zutaten wie Kakao und insbesondere Mandeln, andererseits die anhaltende globale Nachfrage nach Mandelprodukten und der Zollkonflikt mit den USA. Mandeln sind unerlässlich für die delikate Süßware, was einen besonderen Druck auf die Preispolitik ausübt.
Mit seiner Belegschaft, bestehend aus 500 festen Angestellten und etwa 150 Saisonmitarbeitern, generiert Niederegger zur Weihnachtszeit etwa die Hälfte seines Jahresumsatzes. Konkrete Umsatzzahlen bleiben jedoch ein wohlgehütetes Geheimnis. Eva Mura gibt preis, dass zwischen August und Februar täglich rund 30 Tonnen Marzipan die Produktionsstätten verlassen.
Neben den traditionellen Marzipanbroten in vielfältigen Variationen finden sich zur Weihnachtszeit auch besondere Produkte wie marzipangefüllte Adventskalender, die 32 Türchen bis ins neue Jahr bieten. Kaum sind die Neujahrsknallfrösche verklungen, richtet sich der Fokus bereits auf Ostern. Der süße Kreislauf bei Niederegger setzt sich fort.

