Südzucker kämpft mit schwachem Zuckermarkt: Prognose bleibt stabil
Der Zuckermarkt bleibt ein herausforderndes Umfeld für Südzucker, was dem Mannheimer Unternehmen ordentlich zu schaffen macht. Die Einsparungen bei den Herstellungskosten konnten die Einbußen im Umsatz nicht ausgleichen: Ein Rückgang von 15 Prozent auf nahezu 6,4 Milliarden Euro in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2025/26 ist die Folge. Der operative Gewinn erlitt mit einem Einbruch von 60 Prozent auf 95 Millionen Euro ebenfalls einen empfindlichen Dämpfer. Besonders belastend sind die Preissenkungen und rückläufigen Absatzmengen in den Bereichen Zucker, Spezialitäten, Cropenergies und Stärke. Ein kleiner Lichtblick bleibt das Fruchtsegment, das durch höhere Preise leichte Erholung erfährt.
Trotz eines Verlusts von 59 Millionen Euro nach einem Vorjahresgewinn von 23 Millionen Euro, bleibt das Management unerschütterlich bei seiner Jahresprognose. Die Südzucker-Aktie reagiert jedoch empfindlich, der Kurs fiel um über drei Prozent auf 9,125 Euro. Ein Rückgang von rund elf Prozent in den letzten zwölf Monaten ist für die Anleger keine erfreuliche Nachricht. Barclays-Analyst Alex Sloane äußerte, dass die Kennzahlen im Einklang mit den Erwartungen liegen. Bereits im Dezember wurde von den Unternehmensführern ein schwieriges Marktumfeld im Zuckersegment prognostiziert.
Für das Geschäftsjahr 2025/26, das Ende Februar abschließt, rechnet Südzucker mit einem Umsatzeinbruch auf 8,3 bis 8,7 Milliarden Euro gegenüber 9,7 Milliarden im Vorjahr. Das EBITDA wird voraussichtlich von 723 Millionen auf 470 bis 570 Millionen Euro fallen. Das operative Ergebnis könnte sich auf 100 bis 200 Millionen Euro reduzieren. Auch im kommenden Geschäftsjahr 2026/27 soll der Zuckermarkt keine signifikante Erholung verzeichnen. Dennoch erwartet Südzucker positive Entwicklungen beim Tochterunternehmen Cropenergies und in der Spezialitätensparte, was durch höhere Ethanolprämien und steigende Absatzmengen begünstigt werden soll.
Mit einem leicht sinkenden Umsatz rechnet der Konzern im Geschäftsjahr bis Februar 2027, während das EBITDA auf 480 bis 680 Millionen Euro ansteigen könnte.

