Südkorea plant Bau atomgetriebener U-Boote in den USA
Die USA zeigen sich wieder einmal als entscheidender Partner Südkoreas: Präsident Donald Trump kündigte an, dem asiatischen Verbündeten den Bau von atomgetriebenen U-Booten zu ermöglichen. Diese sollen in der amerikanischen Stadt Philadelphia hergestellt werden, wie Trump auf seiner eigenen Social-Media-Plattform Truth Social bekanntgab. Trump stellte fest, dass das Militärbündnis zwischen den Nationen stärker sei als je zuvor, was die Genehmigung zusätzlich untermauere.
Südkoreas Präsident Lee Jae Myung hatte bei einem Treffen mit Trump um die Lieferung von Brennstoffen für die nuklearen Antriebe gebeten. Nach Angaben des südkoreanischen Sicherheitsberaters Wi Sung Lac stimmte Trump dem Vorhaben im Grundsatz zu, forderte aber vertiefte Gespräche. Die Ausgangsmaterialien für solche Antriebe sind politisch umstritten, da dafür hochangereichertes Uran erforderlich ist, das auch in Atombomben Verwendung findet. Nuklearbetriebene U-Boote bieten einen strategischen Vorteil, da sie monatelang getaucht operieren können.
Für die USA ist Südkorea von strategischem Wert in der asiatisch-pazifischen Region, insbesondere als Gegengewicht zu China. Trumps jüngste Asienreise unterstrich die wachsende Verteidigungs- und Wirtschaftszusammenarbeit mit Japan. Zudem bestätigte Trump, dass Südkorea plant, 350 Milliarden US-Dollar an Zahlungen an die USA zu leisten, um im Gegenzug Vorteile bei Zollsätzen für südkoreanische Importe zu erlangen. Diese Zahlungen sollen aus 200 Milliarden Dollar in bar bestehen, während der Rest in gemeinsame Schiffbauprojekte fließen soll. Trump hob außerdem Investitionen südkoreanischer Wirtschaftsmächte von 600 Milliarden Dollar hervor, die zusätzliche Impulse in die wirtschaftlichen Beziehungen einbringen könnten.

