Stürmische Zeiten für Thyssenkrupp: Herausforderungen und Kursverfall
Die Aktien des Traditionskonzerns Thyssenkrupp durchlebten zum Wochenschluss erneut eine schwierige Phase und verzeichneten einen Rückgang von fast 5 Prozent auf 8,45 Euro. Diese Entwicklung setzte den Abwärtstrend fort, der bereits am Donnerstag mit einem Verlust von rund 9 Prozent infolge einer Anpassung des Geschäftsjahresausblicks begonnen hatte.
Der Analyst Dominic O'Kane von JPMorgan prognostiziert weiterhin Kursrisiken für die Aktien des Konzerns. Seine letzte Zielsetzung senkte er kürzlich auf 6,30 Euro, mit einer Einschätzung, die unverändert neutral bleibt. O'Kane stellt die Erreichbarkeit der bereits reduzierten Jahresziele infrage und unterstreicht die gegenwärtigen Herausforderungen für den Stahl- und Industriegiganten.
Zusätzlich belastete am Freitag eine allgemeine Schwäche bei Rüstungswerten die Aktien von Thyssenkrupp. Früher im Jahr profitierten diese noch von Hoffnungen auf eine Börsennotierung der Marinesparte TKMS. Rüstungsunternehmen wie Hensoldt, Renk und Rheinmetall mussten Verluste zwischen 1,6 und 4,5 Prozent hinnehmen. Nach beachtlichen Kursgewinnen im laufenden Jahr scheinen Anleger nun Gewinne mitzunehmen, während vage Hoffnungen auf einen möglichen Waffenstillstand im Ukraine-Konflikt den Markt weiter in Bann halten.

