Streit um Heizungsgesetz: Grüne warnen vor Rückschritten beim Klimaschutz
Die Debatte um die Reform des Heizungsgesetzes nimmt weiter an Fahrt auf. Michael Kellner, ein prominenter Vertreter der Grünen, richtete eindringliche Worte an die Koalition, um die ambitionierten Klimaziele nicht zu gefährden. Er hob hervor, dass das von der SPD verteidigte Ziel, jede neu installierte Heizung mit 65 Prozent erneuerbaren Energien zu betreiben, von entscheidender Bedeutung sei, um sowohl die Umwelt zu schützen als auch die Verbraucher vor steigenden Kosten durch veraltete Heizsysteme zu bewahren.
Die CDU hingegen sieht sich Kritik ausgesetzt und wird von Kellner beschuldigt, Verwirrung zu stiften. Ein Jahr nach den Wahlen sei von der Seite der Union noch immer nicht klar, welche Änderungen angestrebt werden. Parallel dazu steigt die Unzufriedenheit der Handwerksbetriebe und Heizungsbauer, die auf eindeutige Signale aus der Politik warten.
Aktuell plant die schwarz-rote Koalition die Umsetzung einer kontroversen Reform des Gebäudeenergiegesetzes (GEG). Seit Anfang 2024 in Kraft, zielt es auf mehr Klimaschutz im Gebäudesektor ab, wobei neue Heizungen einen Anteil von 65 Prozent erneuerbarer Energien erreichen sollen. Übergangsregelungen bestehen jedoch weiterhin und heizen die Diskussion zusätzlich an. CDU-Konzeptionen sehen eine Modifikation dieser Vorgaben vor, während die SPD an der bestehenden Regelung festhalten möchte. Der Umstieg auf umweltfreundlichere Heizlösungen wird mit Milliardenbeträgen unterstützt, obwohl hier Sparmaßnahmen drohen könnten. Kellner rät indes Hauseigentümern, den Umstieg aufgrund der vorteilhaften Förderbedingungen zügig zu prüfen, um den Auswirkungen der CO2-Bepreisung zu entkommen.

