Strategische Neuausrichtung: Deutschland und der Globale Süden im Fokus
Eine Kommission aus Experten der Politik, Wirtschaft und Wissenschaft setzt sich für eine intensivere Zusammenarbeit Deutschlands mit den Ländern des Globalen Südens ein. Der Bericht, präsentiert von Annegret Kramp-Karrenbauer, empfiehlt die Gründung eines nationalen Sicherheitsrats, der bilaterale Partnerschaften effizient koordiniert.
Zentraler Bestandteil dieser Strategie wäre eine umfassende Datenbank, die als Drehscheibe für Ansprechpartner, Projekte und geopolitische Analysen fungiert. Dies verspricht eine gestärkte Kooperation zwischen den Ministerien und könnte die politischen Prozesse in Deutschland erheblich optimieren.
Ein weiterer Vorschlag der Kommission ist die Etablierung einer nationalen Einwanderungsagentur, die sich um die Rekrutierung dringend benötigter ausländischer Fachkräfte kümmert. Vergleichbare Organisationen existieren bereits in Kanada und den Vereinigten Staaten und könnten als Vorlage dienen.
Ein besonderes Anliegen der internationalen Partner ist es, die Verhandlungen mit Deutschland auf Augenhöhe zu führen. Junge Entscheidungsträger aus Afrika und Asien haben hierbei klare Erwartungen an die deutsche Haltung und fordern offene Kommunikation über die Interessen beider Seiten.
Hinter der Initiative stehen unter anderem Joschka Fischer und Ottmar Edenhofer, die sich für einen Dialog mit dem Globalen Süden im Rahmen der 'Global Perspectives' (GPI) stark machen und innovative Ansätze zur Zusammenarbeit fördern.

