Stichwahl-Fieber in NRW: Politische Spannung an der Ruhr
In Nordrhein-Westfalen herrscht am Sonntag Hochspannung: Fast 150 Stichwahlen um Bürgermeister-, Oberbürgermeister- und Landratsämter versprechen spannende politische Duelle. Im Rampenlicht stehen die Städte des Ruhrgebiets – Dortmund, Duisburg und Gelsenkirchen – sowie Köln, die einzige Millionenstadt im Land. Köln könnte Geschichte schreiben, sollte Berivan Aymaz von den Grünen die Oberbürgermeisterwahl gegen den SPD-Kandidaten Torsten Burmester für sich entscheiden.
Mit Spannung blickt man auch nach Düsseldorf, wo CDU-Oberbürgermeister Stephan Keller um seine Wiederwahl gegen die Herausforderin Clara Gerlach von den Grünen kämpft. Auch in Duisburg, Gelsenkirchen und Hagen wird es dramatisch: AfD-Kandidaten konnten sich hier für die Stichwahl qualifizieren. SPD und CDU haben bereits versprochen, sich gegenseitig zu unterstützen, um die AfD von einflussreichen Positionen fernzuhalten.
Insgesamt finden landesweit in 21 der 23 kreisfreien Städte und zahlreichen weiteren Städten und Kreisen Stichwahlen statt, da in der ersten Wahlrunde niemand mehr als 50 Prozent der Stimmen erzielte. Die CDU ging aus der ersten Wahlrunde als klare Siegerin hervor, gefolgt von erheblichen Verlusten für die SPD und Grüne.
Während die CDU bereits Erfolge in den Landratswahlen für sich verbuchen konnte, hoffen insbesondere die Grünen auf aufsehenerregende Siege in bedeutenden Städten wie Köln und Münster. Auch CDU und SPD sind weiterhin im Rennen um wichtige Positionen in Städten wie Dortmund, wo die Wahl als Test für die Stärke der SPD gilt. Ähnliche Wahlen finden auch in Bonn, Aachen, Essen, Oberhausen und weiteren Städten statt, wo direkte Duelle unterschiedlicher Parteien um die Vorherrschaft in den Rathäusern entbrennen.

