Starfield Revolution? Bethesda injiziert angeblich Unreal Engine Technik in die Creation Engine
Nach der eher ernüchternden Resonanz auf die Erweiterung Shattered Space wirkte Starfield 2025 fast wie ein verlassener Außenposten am Rande der Galaxis. Doch hinter den Kulissen brodelt es gewaltig. Ein neues, explosives Gerücht deutet darauf hin, dass Bethesda nicht nur an kosmetischen Korrekturen feilt, sondern am offenen Herzen seiner Technologie operiert. Die altehrwürdige Creation Engine, oft für ihre Schrulligkeit belächelt, soll durch eine technologische Bluttransfusion aus der Unreal Engine zu neuem Leben erweckt werden.
Eine Allianz der Giganten: The Coalition greift ein
Die Quelle dieses Hoffnungsschimmers ist Jez Corden von Windows Central, der in einem aktuellen Podcast faszinierende Details enthüllte. Demnach arbeitet Bethesda daran, „Aspekte der Unreal Engine zu nutzen und diese in die Creation Engine zu integrieren“. Es geht hierbei nicht um einen kompletten Wechsel des Motors – ein Schritt, der wohl einem kompletten Neubau gleichkäme –, sondern um eine gezielte Hybridisierung.
Besonders pikant ist die Personalie, die dabei ins Spiel gebracht wird: Kate Raynor, die technische Direktorin von The Coalition (Gears of War), soll mit ihrem Team maßgeblich an diesem Unterfangen beteiligt sein. Wenn jemand weiß, wie man visuelle Opulenz und technische Stabilität aus Codezeilen wringt, dann sind es die Macher von Gears. Diese Zusammenarbeit könnte der entscheidende Hebel sein, um die oft kritisierte „hölzerne“ Anmutung der Bethesda-Spiele endlich auf ein zeitgemäßes Niveau zu hieven.
Testlauf für die Kronjuwelen: Elder Scrolls 6 und Fallout 5
Doch die Implikationen reichen weit über das Sternenmeer von Starfield hinaus. Corden beschreibt diese technische Generalüberholung als eine Art „Testbett“ für die wahren Schwergewichte im Portfolio: The Elder Scrolls 6 und Fallout 5. Wenn dieses Experiment glückt, könnten wir in Zukunft Bethesda-Rollenspiele erleben, die ihre legendäre Freiheit und Interaktivität beibehalten – Stichwort Basisbau und Physik –, aber endlich die visuelle Brillanz und Fehlerfreiheit bieten, die man von modernen Blockbustern erwartet.
Der Fluch der alten Technik
Die Creation Engine war schon immer ein zweischneidiges Schwert. Sie ermöglichte jene unvergleichliche spielerische Freiheit, für die wir Skyrim und Fallout 4 lieben, war aber gleichzeitig ein Quell ständiger Frustration durch Bugs und veraltete Animationen. Ein „Starfield 2.0“-Update, das zwar nicht den Umfang eines Cyberpunk-Reboots hat, aber die technologischen Fesseln sprengt, wäre genau das Signal, auf das die Fans gewartet haben. Es ist der Versuch, die DNA von Bethesda zu bewahren, aber den Körper, in dem sie steckt, drastisch zu verjüngen.


