Star Wars Outlaws: Ubisoft-CEO schiebt den Flop auf die „unruhigen Gewässer“ der Marke
Während bei Ubisoft die Korken für den Mega-Erfolg von Assassin’s Creed Shadows knallen, der seinen Vorgänger Odyssey in puncto Spielerzahlen und Ausgaben „deutlich“ in den Schatten stellt, wirft ein anderes Sci-Fi-Epos einen langen, düsteren Schatten auf die Bilanz. Die Rede ist von Star Wars Outlaws. Das im August 2024 mit großen Hoffnungen gestartete Open-World-Abenteuer von Massive Entertainment blieb weit hinter den Erwartungen zurück und verkaufte bis Oktober Berichten zufolge gerade einmal eine Million Einheiten – eine herbe Enttäuschung für einen Titel dieser Größenordnung. Nun, auf einer neuen Aktionärsversammlung, legte Ubisoft-CEO Yves Guillemot den Finger in die Wunde und lieferte eine ebenso brisante wie umstrittene Erklärung für das Scheitern.
Guillemots Urteil: Die Marke als Sündenbock
Direkt auf das „Versagen in Bezug auf die Verkaufszahlen“ angesprochen, zögerte Guillemot nicht lange. Neben eingestandenen Design-Schwächen des Spiels selbst, identifizierte er einen weitaus größeren Schuldigen: die Marke Star Wars an sich. Outlaws, so der CEO, „wurde zu einer Zeit veröffentlicht, als sich die Marke, zu der es gehörte, in etwas unruhigen Gewässern befand.“ Ein klares Statement, das die Verantwortung teilweise von den eigenen Studios wegschiebt und sie im breiteren Kontext der aktuellen Star-Wars-Kultur verortet. Die Botschaft zwischen den Zeilen: Selbst das beste Schiff kann in einem Sturm kentern.
Das Jedi-Paradoxon: Nicht alle Schiffe sinken
Guillemots Argumentation ist nicht gänzlich von der Hand zu weisen, doch sie hat einen Haken, und der heißt Star Wars Jedi: Survivor. Respawns Erfolgs-Titel aus dem Jahr 2023 navigierte durch dieselben „unruhigen Gewässer“ und legte eine beeindruckende kommerzielle Performance hin. Der entscheidende Unterschied, der die Theorie des Ubisoft-Chefs stützt: Survivor war die Fortsetzung des hochgelobten und etablierten Jedi: Fallen Order. Es hatte eine loyale Fanbase im Rücken. Outlaws hingegen war eine brandneue IP, ein unbeschriebenes Blatt, das sich seinen Platz im Herzen der Fans erst verdienen musste – ein ungleich höheres Risiko in einem ohnehin schon skeptischen Marktumfeld.
Schadensbegrenzung und ein leises Lebewohl
Trotz des holprigen Starts hat Massive Entertainment sein Weltraum-Abenteuer nicht im Stich gelassen. Zahlreiche Updates seit dem Launch haben das Spiel spürbar verbessert, von der Schleichmechanik bis hin zum Kampfsystem. Mit Wild Card und A Pirate’s Fortune stehen zudem zwei Story-DLCs bereit, um die Welt weiter auszubauen. Ein klares Signal, dass die Entwickler an ihr Werk glauben. Dennoch scheint das Kapitel langsam zu Ende zu gehen. Creative Director Julian Gerighty wurde bereits abgezogen und arbeitet an Tom Clancy’s The Division 3 – ein untrügliches Zeichen dafür, dass wohl keine weiteren großen Inhaltspakete für die Gesetzlose Kay Vess mehr geplant sind.
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