Stagnation im Immobilienmarkt: LEG kämpft mit schleppendem Wohnungsverkauf
Der Immobilienkonzern LEG sieht sich derzeit mit Herausforderungen beim geplanten Verkauf seiner Wohnungsbestände konfrontiert. Unternehmenschef Lars von Lackum äußerte gegenüber der Finanznachrichtenagentur dpa-AFX, dass langfristige Investoren weiterhin zurückhaltend im Immobilienmarkt agieren. Diese Zurückhaltung spiegelt sich auch in den insgesamt begrenzten Transaktionsvolumina wider.
Gründe hierfür sind unter anderem die Zinseffekte durch die von der Bundesregierung angekündigten Investitionen in Infrastruktur und Verteidigung. Von Lackum erklärte, dass trotz gelegentlicher Transaktionen das erwartete Volumen bei weitem nicht erreicht wurde.
Besonders gefragt sind vor allem kleinere Immobilienpakete, die an deutsche Family Offices oder institutionelle Investoren veräußert werden. Diese fragen vornehmlich Pakete bis 50 Millionen Euro nach, da für größere Arrangements schlichtweg das Interesse fehle, was notwendig wäre, um im Wettbewerb attraktive Preise zu erzielen.
Ein konkretes Beispiel für diese Entwicklung ist der gescheiterte Verkauf der rund 1.500 Wohneinheiten in Ostdeutschland, die LEG von Brack Capital Properties (BCP) erworben hatte. Der Großteil dieser Wohnungen, vornehmlich in Leipzig gelegen, konnte aufgrund mangelnden Interesses nicht als Gesamtportfolio veräußert werden. Von Lackum räumte zudem ein, dass das Markteinschätzungsvermögen hier fehlte.
Dennoch erlebt LEG keinen starken Verkaufsdruck. Der Konzern hat den Entschluss gefasst, die Ostbestände in kleinere Einheiten zu aufzuteilen und als solche auf den Markt zu bringen. In der ersten Jahreshälfte 2023 wurden bereits 1.800 Wohnungen veräußert. Insgesamt befinden sich aktuell rund 5.000 Objekte in der Verkaufsschleife, um die Unternehmensstruktur zu optimieren.

