Stabilität im Euro: US-Leitzinserwartungen beflügeln die Gemeinschaftswährung
Der Kurs des Euro hat im US-Handel am Montag seine Tagesgewinne erfolgreich verteidigt. Die europäische Währung notierte zuletzt bei einem Preis von 1,1754 US-Dollar. Noch am Morgen hatte der Euro im europäischen Handel unter der Marke von 1,17 Dollar gelegen. Die Aussicht auf mögliche Zinssenkungen in den USA erwies sich dabei als unterstützender Faktor. Die Europäische Zentralbank legte den Referenzkurs auf 1,1728 Dollar fest, während der Dollar entsprechend mit einem Preis von 0,8527 Euro gehandelt wurde.
Auftrieb erfuhr der Euro insbesondere durch Spekulationen auf eine Zinssenkung der US-Notenbank Fed, angesichts eines enttäuschenden US-Arbeitsmarktberichts, der Hoffnungen auf geldpolitische Lockerungen schürte. Auf der anderen Seite standen enttäuschende Konjunkturdaten aus Deutschland, wo die Exporte im Juli spürbar zurückgingen, insbesondere in die USA, mit einem Wert auf dem niedrigsten Stand seit Ende 2021.
Die Fertigung im Verarbeitenden Gewerbe konnte im Juli jedoch einen stärkeren Anstieg verzeichnen, den ersten seit März. Jens-Oliver Niklasch von der Landesbank Baden-Württemberg mahnt jedoch zur Vorsicht, da der Auftragseingang unter dem Einfluss der US-Zollpolitik schwächelt. Dennoch sei der Start ins dritte Quartal besser als erwartet, so Niklasch.
Dennoch trüben sich die wirtschaftlichen Aussichten in der Eurozone weiter ein. Der Konjunkturindikator des Analyseinstituts Sentix erreichte im September den niedrigsten Stand seit April. Indes belastet der argentinische Peso zu allen wichtigen Währungen. Präsident Javier Milei erlitt mit seiner Partei La Libertad Avanza eine herbe Niederlage bei den Wahlen in Buenos Aires. Seine umstrittenen Sparmaßnahmen polarisierten das Land, das unter Arbeitslosigkeit und Subventionskürzungen leidet.

