Staatsanleihen unter Druck: Finanzmärkte blicken auf Trump-Putin-Gipfel
Die Renditen deutscher Staatsanleihen haben am Freitag erneut zugenommen, wobei der Euro-Bund-Future um 0,18 Prozent auf 129,31 Punkte fiel. Als Reaktion stieg die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihen auf 2,73 Prozent.
Ein wesentlicher Faktor, der die Anleihen beeinflusste, war die positive Stimmung an den Aktienmärkten. Besonders im Blickpunkt steht das Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Russlands Präsident Wladimir Putin in Alaska. Trotz der großen Aufmerksamkeit, die dem Gipfel zuteil wird, gehen Experten der Dekabank davon aus, dass keine bedeutenden Beschlüsse fallen und damit auch die Auswirkungen auf die Märkte begrenzt bleiben.
Parallel dazu wird eine Reihe von Wirtschaftsdaten aus den USA erwartet. Vordergründig steht die Analyse der Einzelhandelsumsätze, des Empire State Index und des Verbrauchervertrauens im Fokus, um mögliche Anzeichen für eine Wachstumsverlangsamung zu identifizieren. Zuvor hatten bereits steigende Erzeugerpreise in den USA die Hoffnung auf Zinssenkungen reduziert, was die Anleihekurse zusätzlich belastete. Nichtsdestotrotz hält die Commerzbank an ihrer Prognose fest, dass im September ein kleiner Zinsschritt um 0,25 Prozentpunkte erfolgen könnte.

